Juve Plus Verpackungsmaterial

Waterland übernimmt mit Latham & Watkins und EY Leupold-Gruppe

Der Private-Equity-Investor Waterland übernimmt im Rahmen einer Nachfolgeregelung sämtliche Anteile an dem Verpackungsmittelhersteller Leupold und der Tochterfirma Schneller. Über das Transaktionsvolumen wurde Stillschweigen vereinbart. Das Bundeskartellamt muss die Transaktion noch absegnen. 

Teilen Sie unseren Beitrag
Thomas Fox
Thomas Fox

Das 1910 als Joh. Leupold gegründete Unternehmen produziert Verpackungsmaterialien und Verkaufsdisplays. Mit rund 70 Mitarbeitern zählt Leupold zu den größten familiengeführten Betrieben in diesem Segment. Das Angebot umfasst unter anderem Faltschachteln, Blisterkarten, Welleverpackungen, Zuschnitte sowie Sonderanfertigungen. Zu den Kunden gehören zahlreiche Markenartikelkonzerne im In- und Ausland. Die Nachfrage an umweltfreundlichen, nachhaltigen Verpackungslösungen wächst stetig und erhöht sich durch die Corona-Krise und den erstarkten Online-Handel zusätzlich. Derzeit produziert die Leupold-Gruppe täglich etwa 1,5 Millionen Verpackungen. 

Waterland führt Niederlassungen in 8 europäischen Ländern und wurde 1999 gegründet. Aktuell verwaltet der Investor ein Vermögen von mehr als 6 Milliarden Euro. Die Beteiligungsgesellschaft übernimmt Leupold und das Tochterunternehmen Schneller, das in Vorbereitung auf die Transaktion im Juli 2020 in Leupold integriert wurde, mit dem Ziel, eine neue Plattform im Bereich der Faltschachtelproduktion aufzubauen. Durch Investitionen und Zukäufe soll Leupold weiter wachsen und zusätzliche Marktanteile gewinnen. Das bisherige Management wird die Geschäfte weiterhin führen.

Berater Waterland Private Equity
Latham & Watkins: Dr. Rainer Traugott (München), Dr. Nils Röver (Hamburg; beide Federführung; beide Private Equity), Thomas Fox (Steuerrecht), Thomas Weitkamp (Bank- und Finanzrecht; beide München), Tobias Leder (Arbeitsrecht), Dr. Jana Dammann (Kartellrecht; Hamburg); Associates: Simon Pommer (Steuerrecht), Dr. Maximilian Berenbrok (beide Hamburg), Jeremias Bura, Dr. Corinna Freudenmacher, Chris Freitag, Dr. Thomas Diekmann (alle Private Equity), Dr. Thomas Freund (Bank- und Finanzrecht), Kristina Steckermeier (Arbeitsrecht; alle München), Dr. Tarik Arabi, Dr. Wolf-Tassilo Böhm (beide Datenschutz), Jan Vollkammer (Kartellrecht; alle Frankfurt)
EY (München): Helmut Mendel – aus dem Markt bekannt

Jens Berberich
Jens Berberich

Berater Gesellschafter Leupold-Gruppe
KPMG (Frankfurt/Nürnberg): Dr. Jens Berberich, Dr. Andreas Demleitner, Detlef Mann (alle M&A Tax)
KPMG Law (Nürnberg): Dr. Daniel Kaut, Dr. Christian Hensel (beide Federführung), Dr. Nils Peter Brügmann (alle Corporate/M&A), Dr. Martin Trayer, Dr. Alexander Insam (beide Frankfurt), Christine Hansen (alle Arbeitsrecht), Dr. Rainer Algermissen, Falk Mathews (beide Real Estate; alle Hamburg), Dr. Gerrit Rixen (Stuttgart), Dr. Hannes Schwinn (Köln; beide Kartellrecht); Associates: Dr. Cordula Brügmann, Dimitri Gochman, Emanuel Daschner (alle Corporate/M&A), Tanaz Vakili (Real Estate; Hamburg), Dr. Julian Cahn, Fulya Isikgel (beide Arbeitsrecht; beide Frankfurt) 
Knorr & Ristelhuber (Erlangen): Markus Ristelhuber (Steuern)

Notariat (Pre-Signing-Strukturierung)
Prof. Dr. Axel Adrian Florian Kroier (Nürnberg): Florian Kroier

Hintergrund: Latham beriet Waterland, die bisher häufig Hengeler Mueller mandatierte, zum ersten Mal. Die Federführung lag bei den Private-Equity-Partnern Dr. Rainer Traugott und Nils Röver. Die beiden Steuerrechtler Thomas Fox und Associate Simon Pommer verantworteten die vertraglichen Steuerthemen und arbeiteten eng mit EY zusammen, für die Helmut Mendel die Steuerstrukturierung entwarf und die Tax Due Diligence erstellte. 

KPMG war zum ersten Mal für Leupold tätig und kam über den Kontakt eines Mitarbeiters zur Geschäftsführung ins Mandat. Das KPMG-Tax-Team übernahm die gesamte Steuerstrukturierung und wurde von Markus Ristelhuber als laufendem Steuerberater unterstützt. Die M&A-Beratung wurde ebenfalls durch KPMG mit einem Team um Partner Bernd Diepenseifen abgewickelt. Für KPMG Law wurde Dr. Daniel Kaut aktiv, der Leupold mit seinem Team umfassend rechtlich beriet. In ihren Verantwortungsbereich fiel die Strukturierung der Transaktion sowie die Verhandlung und Gestaltung der Verkaufsverträge. 

Sowohl steuerlich als auch rechtlich war der gesamte Verhandlungsprozess äußerst komplex. Der eigentlichen Transaktion war eine Pre-Signing-Strukturierung vorangestellt, im Laufe derer die Tochtergesellschaft Schneller in die Leupold-Gruppe integriert wurde. Die komplexe Gesellschafterstruktur stellte für den gesamten Verhandlungsprozess eine besondere Herausforderung dar. 

Die Pre-Signing-Strukturierung wurde von Florian Kroier vom Nürnberger Notariat Prof. Dr. Axel Adrian Florian Kroier notariell beurkundet. Der Transaktionsvertrag selbst war nicht beurkundungspflichtig, da es sich bei Leupold um eine Kommanditgesellschaft handelt.

Artikel teilen

Gerne dürfen Sie unseren Artikel auf Ihrer Website und/oder auf Social Media zitieren und mit unserem Originaltext verlinken. Der Teaser auf Ihrer Seite darf die Überschrift und einen Absatz des Haupttextes enthalten. Weitere Rahmenbedingungen der Nutzung unserer Inhalte auf Ihrer Website entnehmen Sie bitte unseren Bedingungen für Nachdrucke und Lizenzierung.

Für die Übernahme von Artikeln in Pressespiegel erhalten Sie die erforderlichen Nutzungsrechte über die PMG Presse-Monitor GmbH, Berlin.
www.pressemonitor.de