E-Commerce

Auf ViDA-Vorlage?

Mit der Initiative VAT in the Digital Age (ViDA) wagt die Europäische Kommission den großen Wurf: die Modernisierung des Mehrwertsteuersystems in der EU. Mit ViDA sollen die Kosten für Steuerpflichtige senken und das System robuster gegen Betrug werden. Doch vor allem der Zeitplan stößt auf Widerstand – und stellt Unternehmen sowie Finanzverwaltungen vor große Herausforderungen.

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Mit der Initiative VAT in the Digital Age (ViDA) hat die EU-Kommission Vorschläge zur Modernisierung der Mehrwertsteuervorschriften in der EU vorgelegt. Für den E-Commerce haben die Änderungen weitreichende Folgen.

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 „Wir beenden die illegale Praxis mancher Händler auf elektronischen Marktplätzen, die Umsatzsteuer hinterziehen und sich dadurch unlautere Wettbewerbsvorteile verschaffen“, versprach Olaf Scholz im Herbst 2018 – damals noch als Bundesfinanzminister. Kurz zuvor hatte die Bundesregierung die Regeln für Online-Plattformen wie Amazon, Ebay & Co. verschärft. Bis dahin waren dem deutschen Fiskus mutmaßlich mehrere hundert Millionen Euro im Jahr an Steuern entgangen. Vor allem, weil Händler aus Asien für ihre Verkäufe in Deutschland keine Umsatzsteuer zahlten. Auf diese Einnahmen wollte der Fiskus nicht länger verzichten.

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