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„Ich habe Kampagnen überhaupt nicht nötig“

Prof. Dr. Christoph Spengel gilt als einer der schärfsten Kritiker der Cum- Ex-Geschäfte. Der 55-Jährige – seit 2006 Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftliche Steuerlehre II an der Universität Mannheim – hat als Sachverständiger im Jahr 2016 ein Gutachten für den Cum-Ex-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestags erstellt und später die Folgen des Steuerausfalls durch Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäfte berechnet. Auch dem Europäischen Parlament stand er 2018 zu dem Thema Rede und Antwort. Neben seiner Lehrtätigkeit fungiert Spengel als Akademischer Direktor des Mannheim Master of Accounting & Taxation an der Mannheim Business School (MBS). Mit dem berufsbegleitenden Studiengang gilt die MBS als Kaderschmiede für angehende Steuerberater.

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JUVE Steuermarkt: Das FG Köln spricht in dem jüngsten Cum-Ex-Urteil von einer „kriminellen Glanzleistung“ der Akteure. Halten Sie solche scharfen Worte von der Richterbank für angemessen?
Prof. Dr. Christoph Spengel: Der Vorsitzende Richter hat recht. Cum-Ex-Geschäfte mit Leerverkäufen waren mit hochgradiger krimineller Energie versehen. Die kannten sich alle: die Initiatoren, die diese Geschäfte aufgesetzt haben, die Leerverkäufer, die Leerkäufer, die finanzierenden Banken. Das geht ja auch recht deutlich aus den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln hervor, die wegen bandenmäßiger Steuerhinterziehung ermittelt.

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