Juve Plus Umsätze

Deloitte wächst weiter, aber mit weniger Tempo

Deloitte hat die Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2024/25 vorgelegt: Der Umsatz in Deutschland stieg um 4,8 Prozent auf 2,71 Milliarden Euro. Damit konnte die Big Four den zweistelligen Zuwachs der vergangenen Jahre nicht fortsetzen.

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Der Umsatz in der Steuer- und Rechtsberatung stieg um 3,9 Prozent auf insgesamt 404 Millionen Euro. Laut Prognose von JUVE Rechtsmarkt entfielen davon rund 68 Millionen Euro auf Deloitte Legal. Demzufolge kam die Steuerberatung auf 336 Millionen Euro (Vorjahr: 326 Millionen Euro). Damit fällt die Dynamik unterschiedlich aus: Während Legal um 9,7 Prozent zulegte, verbuchte Tax ein Plus von 3,1 Prozent – im Geschäftsjahr 2023/24 war der Bereich Steuern noch um gut 15 Prozent gewachsen.

In der Steuerberatung verzeichnete Deloitte eine hohe Nachfrage vor allem rund um die Themen Tax Technology Consulting und Tax Operate. Stark gefragt waren zudem Compliance-Services rund um die globale Mindeststeuer und die Einführung der E-Rechnung. Auch die Beratung zu Zöllen, Außenwirtschaft und Verrechnungspreisen gewann angesichts geopolitischer Unsicherheiten an Bedeutung.

Besonders stark wuchs im abgelaufenen Geschäftsjahr (Ende 31. Mai 2025) die Wirtschaftsprüfung mit einem Plus von 11,3 Prozent auf 718 Millionen Euro. Nach eigenen Angaben lag der Fokus dabei auf Ausschreibungserfolgen bei großen und mittelgroßen kapitalmarktorientierten Unternehmen. Aktuell ist Deloitte Abschlussprüfer bei neun DAX40-Unternehmen. Financial Advisory steigerte den Umsatz um 1,6 Prozent auf 300 Millionen Euro. Der größte Geschäftsbereich, Consulting, erzielte 1,28 Milliarden Euro und legte damit um 2,4 Prozent zu.

Ein Schwerpunkt des Geschäftsjahres war die Integration von künstlicher Intelligenz in sämtliche Services. Allein in Deutschland investierte Deloitte nach eigenen Angaben rund 25 Millionen Euro in KI-Technologie und die Weiterbildung der Mitarbeitenden. Mit globalen Plattformen wie Omnia für Abschlussprüfungen und Ascend für Transformationen setzt die Big Four auch auf eigene KI-Lösungen.  

PwC geht voran

Mit Blick auf Tax ist Deloitte die umsatzschwächste der Big-Four-Gesellschaften. Daran wird sich wohl nichts ändern. Im Gegenteil: PricewaterhouseCoopers (PwC), zuletzt auf Platz 3, hat bereits Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2024/2025 vorgelegt. Demnach setzte PwC in der Steuerberatung 580,2 Millionen Euro um und lässt Deloitte damit weit hinter sich.

KPMG und EY haben noch keine Umsatzzahlen veröffentlicht. Traditionell liegen PwC und KPMG nah beieinander, während EY mit Abstand den höchsten Tax-Umsatz erwirtschaftet.

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