Im Gespräch mit Rödl

„Ein digitales Tax CMS verbessert steuerliche Prozesse deutlich“

Autor/en
  • Daniel Lehmann

Kürzlich ist Rödl eine Partnerschaft mit dem dänischen Software-as-a-service-Anbieter Impero eingegangen. JUVE Steuermarkt sprach mit Partner Andreas Brunnhübner über die Motivation der Zusammenarbeit.

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JUVE Steuermarkt: Was waren die ausschlaggebenden Gründe für Rödl, eine Partnerschaft mit Impero einzugehen?
Andreas Brunnhübner
: Unternehmen stehen unter wachsendem regulatorischem Druck, während Finanzbehörden zunehmend Transparenz, Konsistenz und digitale Nachvollziehbarkeit erwarten, insbesondere im Kontext der Modernisierung von Betriebsprüfungen. Die Implementierung eines angemessenen und wirksamen Tax Compliance Management-Systems erfordert steuerliche Expertise, klare Governance und maßgeschneiderte Technologie. Vor diesem Hintergrund war es für uns wesentlich, einen weiteren Technologiepartner zu gewinnen, der unsere fachliche und prozessuale Beratungsexpertise optimal ergänzt.

Andreas Brunnhübner

In welchem Kontext steht diese Kooperation innerhalb der Gesamtstrategie von Rödl im Bereich Tax Compliance und Digitalisierung?
Die Kooperation ist ein konsequenter Bestandteil unserer Digital-Tax-Transformation. Neben der fachlichen Beratung unserer Mandanten zeichnet uns auch der gezielte Einsatz digitaler Lösungen aus, mit denen wir steuerliche Prozesse effizienter gestalten und Compliance-Anforderungen zuverlässig erfüllen. Hierbei sind wir sowohl mit eigenentwickelten Tools als auch durch strategische Kooperationen mit weiteren führenden Technologieanbietern bestens aufgestellt und können so die jeweils passende Lösung für unsere Mandanten finden. Mit Impero stärken wir gezielt unser Leistungsportfolio im Bereich „Digitales Tax CMS“. Die Plattform ergänzt unsere bestehenden digitalen Initiativen und unterstützt unsere internationale Aufstellung durch ihre Skalierbarkeit und Integrationsfähigkeit in bestehende IT-Landschaften. Gleichzeitig agieren wir als digitaler Lösungsanbieter sowie als Wegbegleiter und Wegbereiter für die digitale Transformation von Steuerabteilungen. Hierbei können wir das Tool auch interdisziplinär einsetzen und sehen große Potenziale in der Zusammenarbeit mit unserem Bereich Governance, Risk & Compliance (GRC).

Welche Lücke schließt Impero im bestehenden Portfolio?
Unternehmen benötigen zunehmend eine integrierte digitale Plattform, die nicht nur dokumentiert, sondern auch operativ steuert, Kontrollzyklen automatisiert und eine klare, nachvollziehbare Governance-Struktur abbildet. Genau hier setzt Impero an: Die Plattform vereint alle relevanten Aspekte eines Tax CMS in einer einzigen Lösung – von der Risikoanalyse über interne Kontrollen bis hin zur Verantwortungszuordnung und Maßnahmensteuerung. Damit wird aus einem statischen Dokumentationswerkzeug ein dynamisches, steuerbares System, das sich kontinuierlich weiterentwickeln lässt. Besonders wertvoll ist dabei die internationale Skalierbarkeit der Plattform.  Kurz gesagt: Mit Impero ergänzen wir unser Beratungsportfolio um eine weitere leistungsfähige GRC-Plattform, die das Tax CMS weltweit aktiv steuert, überwacht und optimiert.

Inwiefern verbessert ein digitales TCMS aus Ihrer Sicht die Qualität, Transparenz und Nachvollziehbarkeit steuerlicher Prozesse?
Ein digitales Tax CMS verbessert Qualität, Transparenz und Nachvollziehbarkeit steuerlicher Prozesse in allen Dimensionen. Und zwar deutlich. Standardisierte Workflows und automatisierte Kontrollen reduzieren die Fehleranfälligkeit, definieren klare Verantwortlichkeiten und sorgen für eine einheitliche, strukturierte Dokumentation. Das erhöht die Konsistenz und minimiert Interpretationsspielräume. Gleichzeitig schafft ein digitales System intern wie extern Transparenz. Status, Rollen, Aufgaben und Fristen sind jederzeit nachvollziehbar und für alle Beteiligten klar ersichtlich. Entscheidend ist die lückenlose Nachvollziehbarkeit: Digitale Lösungen ermöglichen eine durchgängige Qualitätssicherung und eine kontinuierliche Überwachung statt punktueller Prüfungen. Dadurch entsteht ein angemessenes und wirksames Tax CMS, das nicht nur dokumentiert, sondern strategisch gesteuert und fortlaufend weiterentwickelt werden kann. Ein digitales Tax CMS macht steuerliche Prozesse robuster, effizienter und moderner. Es entspricht damit genau den Erwartungen, die Unternehmen und Finanzbehörden heute an Tax Compliance stellen.

Welche typischen Steuer- oder Compliance‑Prozesse lassen sich durch Impero besonders gut digitalisieren?
Mit Impero lassen sich insbesondere Prozesse digitalisieren, die stark dokumentations- und abstimmungsintensiv sind. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den internen Kontrollen: Ihre Planung, Steuerung, Überwachung und Wirksamkeitsprüfung werden zentral und revisionssicher abgebildet. Darüber hinaus unterstützt Impero die Erfassung steuerlicher Risiken, die strukturierte Dokumentation von Tax-Governance-Prozessen sowie das Management von Aufgaben und Fristen. Automatisierte Workflows und transparente Dashboards sorgen dafür, dass Tax Compliance effizient, nachvollziehbar und prüfungssicher umgesetzt werden kann, national wie international. Gerade im Kontext von Betriebsprüfungen entsteht dadurch ein erheblicher Mehrwert: Nachweise sind konsistent verfügbar, Prozesse transparent nachvollziehbar und Informationen strukturiert abrufbar. So wird aus einer Vielzahl einzelner Kontrollen ein integriertes, steuerbares und international skalierbares System, das Tax Compliance nicht nur dokumentiert, sondern aktiv unterstützt.

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