Etwa 100 der neuen Stellen, also ein Drittel, sollen auf Beschäftigte mit steuerlichem Hintergrund entfallen. Hier sucht die Big-Four-Gesellschaft vor allem Steuerfachangestellte, Steuerfachwirte und Bilanzbuchhalter. Das Service-Zentrum firmiert intern unter Shared Delivery Center (SDC) und soll im Juli 2018 an den Start gehen. Berufsträger werden dort nicht tätig sein. Die Angestellten erledigen kostengünstige Standardaufgaben und erbringen Dienstleistungen für andere KPMG-Büros – und das über alle Geschäftsbereiche hinweg. Das Zentrum soll die Berufsträger entlasten, damit diese sich stärker der Mandatsarbeit widmen können.
In Essen hat KPMG bereits 40 Mitarbeiter für das Zentrum gewonnen. Zurzeit arbeiten diese noch im KPMG-Büro im Stadteil Rüttenscheid nahe dem Messegelände, im Sommer ziehen sie in das neue Büro im Nordsternhaus am Essener Hauptbahnhof. KPMG geht davon aus, dass dann insgesamt 80 Mitarbeiter ihre Arbeit im neuen Büro aufnehmen. Die Niederlassung in Rüttenscheid bleibt daneben bestehen.
Bereits seit 2012 existiert ein solches Dienstleistungszentrum in Leipzig. Dort beschäftigt KPMG mittlerweile rund 300 Mitarbeiter. Leiter der Service-Zentren in Leipzig und Essen ist der Director Christian Bösing. Essen setzte sich bei der Auswahl für den neuen Standort gegen sieben andere Städte durch. Welche das sind, wollte KPMG auf Anfrage nicht mitteilen.