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JUVE Steuermarkt: Sie haben kürzlich umfirmiert und nun unter anderem auch eine eigene Steuerberatungsgesellschaft gegründet. Die Wirtschaftspresse hat vor allem das Thema Haftung als Aufhänger für die Umfirmierungen aufgegriffen. Wir haben uns viel mehr gefragt: Warum jetzt erst eine eigene Steuerberatungsgesellschaft?
Alexander Reiter: Es gibt gute Gründe, warum wir das jetzt tun: Das Projekt Everest hat uns deutlich gemacht, dass die bisherige Struktur in einer GmbH nicht den Strukturen der anderen europäischen EY-Ländergesellschaften entspricht – und die geplante Aufspaltung in Deutschland erheblich komplexer und schwieriger gewesen wäre. Wir waren neben den Schweizern die einzigen in Europa, die noch mit dieser Struktur arbeiteten. Zugleich hat sich mit dem FISG auch das Haftungsregime für die Wirtschaftsprüfung erheblich verschärft. Daher war der medial stark kolportierte Aspekt der Haftungsgründe nur ein Anlass, sich über die Änderung der Gesellschaftsstruktur Gedanken zu machen. Unsere zentrale Motivation lag aber jetzt darin zu überlegen, ob eine Gesellschaft unserer Größe und so verschiedener Geschäftsbereiche noch mit einer einzigen Gesellschaftsstruktur angemessen und richtig fährt. Durch die Umstrukturierung und die Schaffung einer eigenen Steuerberatungsgesellschaft haben wir nun eine Angleichung an die europäischen Strukturen von EY erreicht.