Prominenter Quereinsteiger

Finanzsteuer-Spezialist Marcus Helios dockt bei Warth & Klein Grant Thornton an

Warth & Klein Grant Thornton will nun auch in der dezidiert steuerlichen Beratung von Finanzinstitutionen mitmischen. Dafür gelang der Next-Six-Gesellschaft ein Coup: Zum Jahreswechsel gewann sie den bekannten Spezialisten Dr. Marcus Helios.

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Foto: Andreas Anhalt / JUVE Verlag

Der 45-Jährige war zuvor bei einigen Top-Adressen tätig, zuletzt bis Mitte des Jahres bei Ernst & Young (EY). Dort zählte er zu den zentralen Köpfen in der Service Line Financial Organisations Tax & Legal und stand neben der allgemeinen steuerlichen Bankenberatung auch für die Beratung im Investmentsteuerrecht, für die Aufbereitung von Cum-Ex- und die Vertretung in Cum-Cum-Angelegenheiten sowie für die Etablierung von DAC-6-Strukturen in Finanzhäusern und Fondsgesellschaften. In den vergangenen sechs Monaten unterlag er einem Wettbewerbsverbot. Vor seiner Zeit bei EY war Helios Partner bei der internationalen Anwaltskanzlei Allen & Overy sowie bei KPMG. 

Marcus Helios

Anders als in den vorherigen Stationen obliegt es Helios diesmal, einen Bereich komplett neu aufzubauen – eine Herausforderung, die ihn nach eigenem Bekunden reizt. Denn Warth & Klein Grant Thornton (WKGT) hat sich erst seit kürzerem den Financial Services verschrieben. Mit dem Einstieg des aktuellen Leiters der Service Line und Industriegruppe, Andreas Serafin, im Oktober 2020 hatte das Prüfungs- und Beratungshaus einen ersten wichtigen Schritt gemacht. Der Fokus Serafins liegt indes in der Prüfung sowie der technischen und institutionellen Beratung von Finanzakteuren. Mit dem Rechtsanwalt und Steuerberater Helios als Leiter des Bereichs Financial Services Tax soll nun auch die steuer- und steuerrechtliche Beratung hinzukommen.

Breiter Ansatz geplant

Helios plant, dass der Bereich in den kommenden drei Monaten zunächst auf zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wächst. Perspektivisch soll die neue Abteilung steuerliche Beratung für Banken aller Art sowie für Versicherungen und Asset Manager bieten. Um dies zu stemmen, wird Bankenmann Helios erfahrene Köpfe für die beiden anderen Branchenzweige brauchen. 

Anders als bei EY oder den anderen Big Four wird dem Aufbau von Financial Services Tax bei WKGT jedenfalls nicht die hausinterne Konkurrenz mit dem Prüfungsgeschäft im Wege stehen – ein Umstand, auf den seit einiger Zeit auch andere Next-Six-Gesellschaften wie Baker Tilly, BDO oder Ebner Stolz setzen. So agiert WKGT laut aktuellstem Transparenzbericht lediglich als Abschlussprüferin bei dem Kreditfinanzierer Creditshelf sowie der Finanzierungsgesellschaft DF Deutsche Forfait. Größere deutschen Banken, die Helios bislang beraten hat – darunter die Deka oder DZ Bank –, zählt WKGT bislang weder zu ihren Prüfungsmandanten noch zu ihrer Beratungsklientel. 

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