Im ersten Quartal 2026 wächst der Gesellschafterkreis um mehr als 80 Partner auf rund 170. Dabei handelt es sich um bisherige Non-Equity-Partner, die nun Anteilseigner werden. „Wir verbreitern damit die Partnerschaft, die mit Eigenkapital an unserer Struktur beteiligt ist und an Wertsteigerungen partizipieren kann“, erläuterte eine Unternehmenssprecherin gegenüber JUVE Steuermarkt. Die Veränderungen seien Teil der Partnerschaft mit dem PE-Investor Cinven.
Außerdem kündigte Grant Thornton an, dass jeder neue Partner, der zum Beispiel von einem Wettbewerber wechselt, in Zukunft am Unternehmen beteiligt sein wird. Zu finanziellen Details der Partnerbeteiligung wollte sich die Gesellschaft nicht äußern.
Trumpf bei der Personalsuche
Auch unterhalb des Partnerlevels sind weitere Beteiligungsprogramme in Planung. Sie sollen 2026 eingeführt werden. „Wir möchten besonders performance-orientierten Mitarbeitenden aller Bereiche die Möglichkeit der Teilhabe am Unternehmenserfolg geben“, begründete die Unternehmenssprecherin den Schritt. Auch hier gibt Grant Thornton keine finanziellen Details bekannt und verwies auf die derzeit laufenden Planungen.
Prof. Dr. Heike Wieland-Blöse, Vorstandssprecherin von Grant Thornton, sieht in der erweiterten Beteiligung ein Instrument für die Personalsuche: „Unsere Mitarbeitenden werden neben Cinven zu Miteigentümern von Grant Thornton in Deutschland und können unmittelbar am gemeinsamen Erfolg partizipieren. Im immer schärferen Wettbewerb um die besten Talente verschafft uns dies einen entscheidenden Vorteil.“
Durch die Partnerschaft mit dem PE-Investor erhält Grant Thornton Zugang zu Kapital aus Cinven-Fonds. Und was ist mit dem Geld geplant? Da hält sich die Beratungseinheit bedeckt. Laut Pressemitteilung sind „gezielte Investitionen in innovative Technologien und Zukäufe“ geplant.