Das Joint Venture bringt Partner aus verschiedenen Regionen zusammen: Während KBHT mit vier Standorten im Rheinland vertreten ist, zählt dhmp Next drei Standorte im nördlichen Baden-Württemberg. Hinzu kommt ein neues KBHT-Büro in Frankfurt: Ebenfalls zum Jahreswechsel schließt sich eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der KBHT-Gruppe in der Mainmetropole an.
KBHT Next wird 400 Mitarbeitende aus Steuer- und Rechtsberatung sowie Wirtschaftsprüfung haben. Schwerpunkt der Beratungstätigkeit wird in „grenzüberschreitenden Bereichen wie Verrechnungspreisen, Mehrwertsteuer und globaler Mobilität“ liegen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Die neue Gesellschaft wird wie KBHT bisher Mitglied von Allinial Global sein, was sich sowohl auf Inbound- als auch für Outbound-Mandante auswirken wird. So verweist die Pressemitteilung explizit auf Unternehmensgründungen in Deutschland oder Expansionen ins Ausland als Beratungsfelder.
Jenseits des internationalen Steuerrechts versteht sich die Neugründung als Full-Service-Anbieter für Unternehmen verschiedener Größe. Joint-Venture-Partner KBHT hat bereits in der Vergangenheit als Outsourcing-Partner seiner Mandanten für Deklaration, Jahresabschluss sowie die Finanzbuchhaltung agiert.
Mit Neuss, Leverkusen, Frankfurt, Karlsruhe, Baden-Baden und Pforzheim wird die neu formierte Gesellschaft an sechs Standorten vertreten sein.
Spezialisierung in den Regionen
Zusammenschlüsse von regionalen Beratungseinheiten, um komplexere Beratungsthemen abzudecken, kommen vor, sind aber nicht die Regel. 2023 gründeten beispielsweise Dr. Ganteführer Marquardt & Partner (Düsseldorf) und HLB Schumacher (Münster) eine Verrechnungspreis-Boutique in Düsseldorf. 2024 folgte ein ESG-Joint-Venture derselben Partner.
Im Gegensatz zu den genannten Beispielen stammen KBHT und dhmp aus verschiedenen Bundesländern – ein solch überregionaler Zusammenschluss ist ein ungewöhnlicher Schritt im Steuermarkt.