Steuerrecht in Anwaltskanzleien

„Wir machen uns keine Sorgen um unsere Praxis“

Autor/en
  • Daniel Lehmann

Mit vier Partnerabgängen ist die Steuerpraxis von Linklaters in den vergangenen Jahren konti­nuierlich kleiner geworden. Die Partner Oliver Rosenberg und Sebastian Benz sehen darin jedoch kein Pro­blem – im Gegenteil: So hätten auch junge Talente bessere Chancen auf dem Weg in die Partnerschaft. Im Interview mit JUVE Steuermarkt erklären die Anwälte, welche Rolle Tax Tech auch in der High-End-Beratung spielen kann und wie sie trotz höherer Stundensätze den Big-Four- und Next-Six-Gesellschaften Beratungsmandate abluchsen wollen.

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JUVE Steuermarkt: In den vergangenen Jahren hat Ihre Praxis einen regelrechten Verschlankungskurs vollzogen. Seit 2018 sind mit vier Partnern rund ein Drittel der Partner von Bord gegangen – auch einige Managing Associates hat es in dieser Zeit zu Wettbewerbern geführt. Selbst wenn einige Abgänge gewollt gewesen sind – mittlerweile ist es aber ein wenig zu viel des Guten, oder nicht?
Oliver Rosenberg: Natürlich sind wir in den vergangenen Jahren zahlen­mäßig auf Partner- und ein wenig auch auf Managing-Associate-Ebene geschrumpft. Insgesamt hat die deutschlandweite Praxis aber nach wie vor eine personelle Größe, die für uns optimal ist. Wir lagen in den vergangenen Jahren immer bei rund 35 bis 40 Berufs­trägern. Und diese Größe wollen wir beibehalten.
Prof. Dr. Sebastian Benz: Wir werden auch auf Partnerebene wieder ausbauen und organisch wachsen. Wir haben dafür einige sehr gute Kandidaten in der Pipeline. Insofern machen wir uns keinerlei Sorgen über den Zustand unserer Steuerpraxis. 

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