Umsatz

WTS wächst zweistellig bei Financial Advisory, Steuern unter Durchschnitt

Die Steuerberatungsgesellschaft WTS hat im Geschäftsjahr 2020/21 einen Gesamtumsatz von 183,3 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Wachstum von rund 9 Prozent. Alle Geschäftsbereiche legten zu. In der Steuerberatung fiel die Dynamik allerdings nicht ganz so hoch aus: Hier kam WTS auf 149 Millionen Euro, was einem Umsatzplus von gut 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

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Fritz Esterer

Umsatztreiber war einmal mehr das Beratungsgeschäft rund um digitale Services, das unter dem Geschäftsbereich WTS Digital gebündelt ist und mehr als 150 Mitarbeiter umfasst. Zweistellige Zuwächse verzeichnete die Beratungsgesellschaft im Bereich Financial Advisory Services. Vor allem die Transaktionsberatung sowie Dienstleistungen rund um IFRS und Finance Optimization seien sehr erfolgreich gelaufen, sagt Fritz Esterer, Vorstandsvorsitzender von WTS.

In der Steuerberatung hätten sich vor allem die Beratungsfelder Umsatzsteuer, Verrechnungspreise, Tax CMS und das Business Partnering, mit dem WTS die teilweise oder komplette Übernahme von Inhouse-Steuerfunktionen anbietet, erfreulich entwickelt.

Im Geschäftsjahr 2020/21 ernannte WTS 14 neue Partnerinnen und Partner – nach eigenen Angaben eine neue Bestmarke. Zu den Neuzugängen auf Partnerebene gehört unter anderem der Transaktions- und Konzernsteuerspezialist Lars Behrendt, der von KPMG kam und die Leitung des WTS-Standorts in Hamburg übernommen hat. Außerdem neu in der Partnerschaft sind Matthias Schmidt und Nils Bleckmann, beide ehemals langjährige Berater bei Ernst & Young, beide mit dem Beratungsfokus Finanzbranche.

FISG und ESG als Wachstumsfelder

Für die Zukunft sieht Esterer die WTS-Gruppe gut gerüstet. Besonders im Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (FISG) sieht er erhebliche Chancen: „Viele Unternehmen werden aufgrund der gesetzlichen Vorgaben und der zusätzlichen Rotationspflicht gezwungen sein, Beratungsaufträge neu zu vergeben. Hiervon werden vor allem unabhängige Berater, die bewusst auf Abschlussprüfungen verzichten, profitieren“, betont Esterer.

Ein weiteres Wachstumsfeld sieht er im „Megatrend ESG“. Esterer geht davon aus, dass die nachhaltigkeitsbezogenen Offenlegungspflichten in den nächsten Jahren deutlich erweitert werden. Aus diesem Grund hat WTS im abgelaufenen Geschäftsjahr damit begonnen, eine ESG-Einheit aufzubauen, um die Mandanten bei Nachhaltigkeitsreportings und der Umsetzung der EU-Taxonomie zu unterstützen. Zudem wird der Aufbau der etablierten Green Tax-Praxis bei WTS weiter forciert, betont Esterer.

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