Das Kapitel befasst sich mit Beratungshäusern, die steuerjuristischen und steuerberatenden Tätigkeiten im weiten Feld der Unternehmensteuern nachgehen. Zum einen sind dies die Gestaltung konzernsteuerrechtlicher Strukturen etwa durch Umstrukturierungen, ggf. auch vor oder nach einer M&A-Transaktion (Verschmelzung, Spaltung, Ausgliederung, Formwechsel, Joint Ventures, inkl. verbindlicher Auskünfte), die Steuerplanung mit Holdinggesellschaften im In- und Ausland sowie die Verlagerung von Unternehmensfunktionen (inkl. Betriebsstättenbesteuerung), zum anderen Gestaltungen zur Besteuerung von Unternehmensgruppen auf konsolidierter Basis (ertrag- und umsatzsteuerliche Organschaft).
Des Weiteren spielt die laufende steuerliche Beratung von Unternehmen eine zentrale Rolle. Daher werden das Steuerreporting (die Berechnung laufender und latenter Steuern für den Jahres- bzw. Konzernabschluss sowie für Zwecke der Steuerdeklaration) und das Tax Accounting (die Gewinnermittlung für steuerliche Zwecke und die Prüfung von Steuerpositionen in Jahresabschlüssen) als eigene Tätigkeitsfelder aufgegriffen. Zudem werden die Outsourcing-Dienstleistungen der Beratungsgesellschaften analysiert.
Schließlich hat sich die Beratung zu Tax-Compliance-Fragen zu einem zentralen Thema entwickelt. Hier ist zu unterscheiden zwischen der (proaktiven) Implementierung von TCMS, bei der Beratungsgesellschaften die Prozesse und Berichtswege in Steuerabteilungen verbessern bzw. neu aufstellen, und (reaktiven) internen Compliance-Untersuchungen, bei denen vergangene Vorgänge und Prozesse in Steuerabteilungen durchleuchtet und rechtlich bewertet werden, häufig mit steuerstrafrechtlichen Implikationen.
Um die Übersichtlichkeit der teilweise sehr unterschiedlichen Beratungsaktivitäten zu gewährleisten, gibt es zwei Rankings mit eher steuerrechtlich ausgerichteten Kanzleien auf der einen Seite und steuerberatenden Gesellschaften auf der anderen Seite, wobei Schnittmengen durchaus vorhanden sind.