Künstliche Intelligenz

Müssen Steuerberater fürchten, ersetzt zu werden, Frau Just?

Autor/en
  • Götz Kümmerle

Was machen ChatGPT und Co. mit der Steuerbranche? Über die Auswirkungen hat JUVE Steuermarkt mit Dr. Vanessa Just vom KI Bundesverband gesprochen.

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Dr. Vanessa Just, Mitglied im Vorstand des KI Bundesverbandes, hat in nachhaltiger Automatisierung und Digitalisierung von Geschäftsprozessen promoviert. Die 32-Jährige ist als selbständige Unternehmerin und Start-Up-Gründerin tätig. Bis 2021 war die Wirtschaftsingenieurin bei WTS für das Thema KI mit verantwortlich u.a. als Geschäftsführerin der WTS AI; einem Joint Venture zur Optimierung von Steuerfunktionen mittels KI. Der KI Bundesverband ist Lobbyverband und Netzwerk für über 400 KI-Unternehmen in Deutschland.

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JUVE Steuermarkt: Generative Sprach-KI wie ChatGPT ist in aller Munde, aber kaum jemand versteht richtig, was da eigentlich vor sich geht. Können Sie den Einsatz von generativer KI kurz beschreiben?
Dr. Vanessa Just: ChatGPT basiert auf einer künstlichen Intelligenz. Das ist aber eine andere Form von Intelligenz als die menschliche Intelligenz. Denn eine künstliche Intelligenz ist erstmal nur so ‚intelligent‘ wie die Daten, die ihr zur Verfügung gestellt wurden. Also Daten, die schon einmal für die Maschine als ‚Lernmaterial‘ ausgewählt und speziell ‚trainiert‘ wurden. Daher sind Themen, die einen repetitiven Charakter haben schon heute durch generative KI sehr gut zu erledigen. GPT bedient ferner bereits kreative Anfragen und ist also streng genommen nicht nur auf repetitive Tätigkeiten beschränkt, sondern kann noch mehr. Wenn es jedoch um eine erstmalige Auslegung geht, dann ist die menschliche Intelligenz immer noch besser. Die KI ist nicht in der Lage, eine neue Regulatorik oder neue gesetzliche Regelung erstmalig anzuwenden. Sie braucht einen zumindest schon einmal durchgeführten Ablauf, anhand dessen sie ein Muster ‚erlernen‘ kann.

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