Kurz notiert

Was tut sich in der Steuerwelt? Lesen Sie weitere aktuelle Nachrichten kurz und knapp im übersichtlichen Branchen-Ticker!

Januar 2024

WTS eröffnet Büro in Leipzig

Die Beratungsgesellschaft WTS hat in Leipzig ihren 14. deutschen Standort eröffnet und baut dort das Beratungsangebot für die Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie Finanzbuchhaltung weiter aus. Künftig verteilt sich der Geschäftsbereich Payroll & Accounting auf die Standorte Frankfurt, München, Kolbermoor, Hannover, Rosenheim und Leipzig, die zusammen ein „bundesweit integriertes Serviceangebot“ bereitstellen sollen. Dabei setzt WTS auf automatisierte Prozesse und Tool-gestützte Lösungen sowie auf Synergien zum Geschäftsbereich WTS Digital.

Foto: Der WTS-Standort in Köln, ©JUVE Verlag | Andreas Anhalt

Möhrle Happ Luther macht Steuerberater zum Partner

Zum Jahresbeginn hat Möhrle Happ Luther den Steuerberater Lucas Wessels zum Partner ernannt. Er berät schwerpunktmäßig in Umwandlungs- und Transaktionsprozessen sowie Gestaltungsfragen. Des Weiteren ist er seit 2023
Fachberater für Internationales Steuerrecht. Er kam 2021 von Ernst & Young (EY).

BRL verstärkt sich mit Tax-Compliance-Experten von Baker Tilly

Zum Jahresbeginn hat sich Andreas Höth BRL Boege Rohde Luebbehuesen in Hamburg angeschlossen. Der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer verstärkt als Partner den Tax-Compliance-Bereich um die Partner Jan Rickauer und Ralf Hubert als Experte für Maritime Wirtschaft. Mit Höth wechselten die Steuerberaterinnen Roxanna Karstedt und Nikola Rühl.

Foto: ©Dirk Uhlenbrock

Dreyenberg gewinnt Counsel von Winheller

Zum Monatsanfang ist Dr. Eric Uftring von Winheller zu Dreyenberg gewechselt. Der Fachanwalt für Steuer- sowie Arbeitsrecht ist spezialisiert auf das Arbeitnehmerüberlassungsrecht und soll Dreyenberg bei oftmals steuerlich getriebenen Umstrukturierungen, bei Transaktionen und in steuernahen Rechtsgebieten verstärken. Zuvor hatte Uftring das arbeitsrechtliche Dezernat von Winheller geleitet.

BZSt verlängert Meldefrist für digitale Plattformbetreiber

Das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) hat die Meldefrist für digitale Plattformbetreiber für das Kalenderjahr 2023 bis zum 31. März 2024 verlängert. Damit haben Plattformbetreiber zwei Monate mehr Zeit, alle Daten gemäß Plattform-Steuertransparenzgesetz (PStTG) zu erheben. Mit Umsetzung der EU-Richtlinie DAC 7 in nationales Recht ist das PStTG in Deutschland 2023 in Kraft getreten. Das Gesetz verpflichtet die Betreiber bestimmter digitaler Plattformen, die Daten von Verkäufern auf der Plattform an Finanzbehörden weiterzuleiten.

Foto: ©Hardy Welsch

Frankfurt: Neue Steuerberatungsgesellschaft für die Immobilienwirtschaft

Unter dem Namen Berkers & Cie. haben Dominik und Severin Berker, beide bis Ende 2023 Partner in der Frankfurter Kanzlei HauckSchuchardt, zu Jahresbeginn in der Mainmetropole eine Steuerberatungsgesellschaft mit Fokus auf die Immobilienwirtschaft gegründet. Beide waren über 16 Jahre beim Immobilienspezialisten HauckSchuchardt tätig, rund die Hälfte der Zeit als Partner. Berkers & Cie. startet mit einem Team von rund 12 Berufsträgern.

Foto: ©stock.adobe.com | gerasimov174

Heussen holt Partner von Arnecke Sibeth Dabelstein

Die auf Immobilien- und Baurecht spezialisierte Wirtschaftskanzlei Heussen hat zu Jahresbeginn den Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Alexander Lehnen gewonnen. Der 46-Jährige ist auf die Strukturierung von Immobilieninvestitionen und -transaktionen sowie die steuerliche und aufsichtsrechtliche Fondstrukturierung spezialisiert. Lehnen wechselt mit einem fünfköpfigen Team von der Kanzlei Arnecke Sibeth Dabelstein, die zum Jahresende ihr Büro in München geschlossen hatte. Lesen Sie über die Hintergründe der Schließung auch die Nachricht unserer Schwesterredaktion. Heussen unterhält Büros in Berlin, Frankfurt, München und Stuttgart sowie in Amsterdam, Mailand und Rom.

Sonntag & Partner holt neuen Steuerpartner für Augsburger Büro

Die MDP-Kanzlei Sonntag & Partner hat zum Januar den Steuerberater und Rechtsanwalt Bernd Hoch als Partner für das Augsburger Büro gewonnen. Er kommt von der SMH Maier & Hoch Steuerberatungsgesellschaft in Bad Buchau und ist auf die steuerliche Beratung des Mittelstands einschließlich Nachfolgeberatung spezialisiert. Sonntag & Partner beschäftigt in der Steuerberatung in Augsburg, München, Ulm und Nürnberg rund 160 Mitarbeiter, darunter 16 Partner und 65 weitere Berufsträger.

Foto: ©stock.adobe.com | Nuthawut

Neuzugang für Quantum Partners

Die auf Verrechnungspreise spezialisierte Steuerberatung Quantum Transfer Pricing hat zum Jahresbeginn Dr. Philipp Schönfeld gewonnen. Der Steuerberater und Diplom-Wirtschaftswissenschaftler ist spezialisiert auf die Digitalisierung von Verrechnungspreisprozessen sowie die Implementierung nutzenzentrierter Lösungen an der Schnittstelle zwischen IT und Steuerrecht. Für Quantum Partners soll er das Beratungsfeld Tax Technology weiter ausbauen. Schönfeld wechselt aus eigener Kanzlei. Zuvor war er bis zum November 2021 für Rödl & Partner tätig.

Neue EU-Transparenzvorschriften gegen Mehrwertsteuerbetrug

Zum Jahreswechsel sind neue Regeln zur Bekämpfung von Betrug bei grenzüberschreitenden Zahlungen in Kraft getreten. Durch diese neuen Vorschriften werden die Steuerbehörden der EU-Mitgliedstaaten auf Zahlungsinformationen zugreifen können, die es ihnen ermöglichen, Mehrwertsteuerbetrug leichter aufzudecken. Dabei liegt der Schwerpunkt vor allem auf dem elektronischen Handel, der für Mehrwertsteuerverstöße und -betrug besonders anfällig ist. Dies führt wiederum zu Verlusten bei den Steuereinnahmen, mit denen zentrale öffentliche Dienste bezahlt werden. Das neue System nutzt die Schlüsselrolle von Zahlungsdienstleistern wie Banken, E-Geld-Instituten, Zahlungsinstituten und Postgirodiensten. Über sie laufen insgesamt mehr als 90 Prozent der Zahlungen für Online-Käufe in der EU.

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KfW-ifo-Fachkräftebarometer: Fachkräftemangel in der Steuerbranche weiter hoch

Der Fachkräftemangel in Deutschland ist im Zuge der Konjunkturschwäche gesunken: Im Oktober 2023 meldeten 39 Prozent der Unternehmen im KfW-ifo-Fachkräftebarometer eine Einschränkung ihrer Geschäftstätigkeit durch fehlendes Fachpersonal – vier Prozentpunkte weniger als im Juli, dem Zeitpunkt der letzten Erhebung. Anders die Situation in der Rechts-, Steuerberater- und Wirtschaftsprüferbranche. Sie bekommt den Mangel an Fachkräften weiterhin stark zu spüren: Mit 77 Prozent betroffener Unternehmen erreichte die Branche zuletzt ihren bisherigen Höchstwert.

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