Kurz notiert

Was tut sich in der Steuerwelt? Lesen Sie weitere aktuelle Nachrichten kurz und knapp im übersichtlichen Branchen-Ticker!

August 2026

Deloitte verstärkt sich in Frankfurt und Hamburg

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Deloitte hat zwei Neuzugänge auf Partner- und Director-Ebene gewonnen. Bartosch Tomczyk ist im August als Partner für Financial Services Tax in Frankfurt eingestiegen. Der Steuerberater und Fachberater für internationales Steuerrecht war zuvor bei Baker Tilly tätig. Ebenfalls seit August verstärkt Dr. Inga Bethmann als Director das Hamburger Büro im Bereich internationales Steuerrecht. Sie kommt von PwC, wo sie zuletzt als Senior-Manager arbeitete, und berät internationale Konzerne bei Restrukturierungen und M&A-Transaktionen.

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Neuer Richter am Finanzgericht Münster

Das Finanzgericht Münster hat Verstärkung bekommen: Kenneth Hoss hat seine Tätigkeit als Richter im 11. Senat aufgenommen. Der Diplom-Finanzwirt sammelte zunächst Erfahrung in der niedersächsischen Finanzverwaltung und studierte parallel Rechtswissenschaften an der Universität Osnabrück mit Schwerpunkt Deutsches und Europäisches Steuerrecht. Nach beiden juristischen Staatsexamina war er zuletzt im höheren Dienst der Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen tätig.

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WTS verstärkt Umsatzsteuerberatung mit neuer Partnerin

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WTS baut die Umsatzsteuerberatung weiter aus. Im August wechselt Maren Rau als Partnerin von Ypog zu WTS. Rau war zuvor fast 18 Jahre bei PwC tätig und erst vor einem Jahr zu Ypog gewechselt. Sie berät an der Schnittstelle von Steuerrecht, Prozessen und Digitalisierung mit Fokus auf Familienunternehmen, mittelständische Gruppen sowie VC- und PE-Häuser. Zudem gilt sie als Expertin für die Umsatzbesteuerung digitaler Assets. Bei Ypog verbleibt der Großteil des Teams.

Baker Tilly baut Mittelstandsberatung weiter aus

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Baker Tilly hat zum August Markus Krinninger (51) als Partner für die Standorte München und Regensburg gewonnen. Der Steuerberater und Fachberater für internationales Steuerrecht soll die Begleitung mittelständischer Unternehmen sowie das Geschäftsfeld Managed Services ausbauen. Seine Schwerpunkte liegen in Accounting, Reporting und Konsolidierung. Krinninger war zuletzt Partner bei Forvis Mazars und hatte 2013 den Kanzleiverbund WW+KN mitgegründet, dessen Partner seit Ende 2023 zu Baker Tilly gehören.

Juli 2026

Finanzverwaltung NRW testet eigene KI-Lösung

Die Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen startet den Praxistest ihrer eigenen KI-Lösung FinAssist.NRW. Seit Juni 2026 testen die Finanzämter Solingen, Oberhausen-Nord und Gütersloh den Chatbot, nun folgt das Finanzministerium. Die KI wird im eigenen Rechenzentrum entwickelt und gehostet, um Datensouveränität zu gewährleisten. Sie soll Beschäftigte bei Routineaufgaben unterstützen, etwa beim Analysieren von Dokumenten oder Erstellen von Textentwürfen. Sensible Daten bleiben in staatlicher Hand und werden nicht für KI-Training verwendet.

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Ehemalige Parlamentarische Staatssekretärin wird Senior Advisor bei FTI Consulting

Katja Hessel, Parlamentarische Staatssekretärin a.D. beim Bundesminister der Finanzen, ist ab sofort als Senior Advisor für FTI Consulting tätig. Die Rechtsanwältin und Steuerberaterin wird Mandanten zu finanz- und wirtschaftspolitischen sowie regulatorischen Fragen im Bereich Public & Government Affairs beraten. Von 2021 bis 2024 verantwortete sie als Staatssekretärin die Bereiche Steuern, Zoll und Digitalisierung. Zuvor war sie Mitglied des Deutschen Bundestages und Staatssekretärin in der Bayerischen Staatsregierung.

Rödl verstärkt Standort Hannover

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Rödl hat die Steuerberatung in Hannover ausgebaut. Zum Juli ist Kerstin Weber-Blank als Partnerin eingestiegen und hat ihr zehnköpfiges Team von RSM Ebner Stolz mitgebracht. Die Steuerberaterin verfügt über mehr als 38 Jahre Berufserfahrung und war zuvor acht Jahre als Director bei RSM Ebner Stolz sowie über zwei Jahrzehnte bei PwC tätig. Am niedersächsischen Standort werden künftig rund 40 Mitarbeitende beschäftigt sein.

Ehemalige EY-Berater gründen Steuerkanzlei in Stuttgart

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Die Steuerberater Matthias Ritter (Foto) und Maximilian Brändle haben die Kanzlei BR Partner gegründet. Beide waren zuvor im Stuttgarter Team International Tax and Transaction Services (ITTS) von EY tätig – Ritter mehr als zehn Jahre, Brändle acht Jahre. Die neue Kanzlei fokussiert sich auf internationales Steuerrecht sowie die steuerliche Begleitung von Transaktionen und Umstrukturierungen. Zielgruppe sind Unternehmen, Unternehmerfamilien und vermögende Privatpersonen.

Internationaler Datenaustausch über Handel mit Kryptowerten

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf (Ds. 21/7195) zur Umsetzung einer mehrseitigen Vereinbarung über den automatischen Austausch von Informationen nach dem Melderahmen für Kryptowerte vorgelegt. Deutschland und 26 weitere Länder hatten die Vereinbarung im November 2024 unterzeichnet. Ziel ist die wirksame Bekämpfung grenzüberschreitender Steuerhinterziehung. Ausgetauscht werden u.a. Name, Anschrift, Steueridentifikationsnummer sowie Transaktionsdaten von Kryptowerte-Nutzern.

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Informationsaustausch über Finanzkonten wird ausgeweitet

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Ausweitung des internationalen Informationsaustauschs über Finanzkonten vorgelegt (Ds. 21/7194). Die Zusatzvereinbarung vom 8. Juni 2023 erweitert den automatischen Austausch auf neue digitale Finanzprodukte, Derivate auf Kryptowerte und Beteiligungen an Investmentunternehmen, die in Kryptowerte investieren. Ziel ist die wirksame Bekämpfung grenzüberschreitender Steuerhinterziehung und die Förderung der Steuerehrlichkeit.

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DAV kritisiert geplante Verschärfungen im Steuerstrafrecht

Der Deutsche Anwaltverein (DAV) übt scharfe Kritik am Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität der Bundesministerien für Finanzen und Justiz. Besonders problematisch sieht der DAV den geplanten Wegfall der strafbefreienden Selbstanzeige und massive Strafrahmenerhöhungen auf bis zu 15 Jahre Freiheitsstrafe bei organisierter Steuerkriminalität. Dies entspräche der Höchststrafe für Totschlag. Der DAV bemängelt, dass der Staat auf Einnahmen verzichte und die überlastete Strafjustiz weiter belastet werde.

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