Kurz notiert

Was tut sich in der Steuerwelt? Lesen Sie weitere aktuelle Nachrichten kurz und knapp im übersichtlichen Branchen-Ticker!

August 2026

Moore TK baut Verrechnungspreispraxis weiter aus

Moore TK verstärkt den Standort Berlin mit zwei Neuzugängen. Alexander Kaube stieg bereits zum Juli als Steuerberater ein, Florian Grembi kommt ab September von Deloitte hinzu. Bei der Big Four arbeitete er als Senior Counsel und Finance Professional. Er widmete sich in der TP-Beratung unter anderem dem Verrechnungspreis-Benchmarking und soll diesen Bereich nun auch bei Moore weiter ausbauen.  

Bild: ©stock.adobe.com | Nuthawut

KPMG besetzt Leitung Indirect Tax neu

  Juve Plus

Tanja Schumacher (45) wechselt im September zu KPMG und übernimmt ab Oktober 2026 die Leitung der Solution Line Indirect Tax. Sie folgt auf Kathrin Feil, die seit April 2026 als CHRO von Tax tätig ist. Die Solution Line umfasst die Fachgebiete Umsatzsteuer sowie Customs & Trade. Schumacher bringt langjährige Erfahrung als Inhouse-Steuerchefin bei Zoll-, Verbrauchsteuer- und Umsatzsteuerfragen mit.

Bild: ©Robert Freund

MDP-Kanzlei Renneberg verstärkt kbht Next

  Juve Plus

Die MDP-Kanzlei Renneberg schließt sich dem Joint Venture kbht Next an und erweitert dessen Präsenz in Norddeutschland. Die Büros in Hamburg und Göttingen ergänzen das bestehende Netzwerk mit Standorten im Rheinland, in Baden-Württemberg und Frankfurt. Besonders das Legal-Know-how von Renneberg stärkt die interdisziplinären Beratungskapazitäten. Mit dem Zusammenschluss wächst kbht Next auf über 500 Mitarbeitende und einen Umsatz von 49,3 Millionen Euro.

Bild (v.l.n.r.): Thomas Loy (Managing-Partner bei Renneberg), Tobias Nellinger (Partner bei dhmp Next) und Michael Thelen (Partner bei kbht)

Neuer Vizepräsident am Finanzgericht Münster

Dr. Jan-Hendrik Kister ist zum 1. August 2026 zum Vizepräsidenten des Finanzgerichts Münster ernannt worden. Der 51-Jährige folgt auf Dr. Martin Coenen, der das Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt hat. Kister leitet seit Dezember 2020 den 1. Senat des Gerichts, der für Ertragsteuer- und Kindergeldrecht zuständig ist. Er war zuvor langjährig in der Gerichtsverwaltung tätig, unter anderem als Pressesprecher, und ist Autor angesehener Steuerrechtskommentare.

Bild: ©FG Münster | Justiz NRW

Neue Steuerstrafrecht-Boutique in München

  Juve Plus

Dr. Philipp Kellner macht sich im September mit einer eigenen Kanzlei selbstständig. Der Steuer- und Wirtschaftsstrafrechtler war zuletzt für Stürzl Steuerstrafrecht tätig. Die Boutique berät Unternehmer, Geschäftsführer und Privatpersonen im Steuer- und Wirtschaftsstrafrecht sowie im streitigen Steuerrecht. Ein Schwerpunkt liegt auf der Beratung und Verteidigung von Steuerberatern bei straf- oder haftungsrechtlichen Fragen. Die Kanzlei setzt von Beginn an auf einen digitalisierten und KI-gestützten Ansatz.

Bild: ©Alex Schmitz

WTS verstärkt Verrechnungspreispraxis mit PwC-Partnern

  Juve Plus

Seit August verstärkt Prof. Dr. Stephan Rasch als Partner die Verrechnungspreispraxis von WTS. Der erfahrene Experte für streitige Verfahren war zuvor zwölfeinhalb Jahre Partner bei PwC. Bereits im Juli stieß Marion Leherpeur als Partnerin zu WTS, ebenfalls nach zwölfeinhalb Jahren bei PwC. Die Verrechnungspreispraxis von WTS zählt mit den Zugängen rund 70 Beratende, darunter neun Partner. Beide folgen ihrem früheren Chef Björn Viehbrock, der seit Juli CEO von WTS Deutschland ist.

Einigung auf Zollfinanzgerechtigkeitsgesetz

Das Bundeskabinett hat das Zollfinanzgerechtigkeitsgesetz (ZFG) beschlossen. Es setzt Teile der Aktionspläne gegen Organisierte Kriminalität und Steuer- und Finanzkriminalität um. Der Zoll erhält neue Befugnisse wie KI-gestützte Datenanalyse und administrative Vermögensabschöpfung. Die Strukturreform soll Kompetenzen bündeln und führt Hauptzollämter und Zollfahndungsämter zu Zolldirektionen zusammen.

Bild: ©Bundesministerium der Finanzen | Photothek

Bundeskabinett beschließt Jahressteuergesetz 2026

Das Bundeskabinett hat den Entwurf für das Jahressteuergesetz 2026 beschlossen. Der Entwurf sieht zahlreiche Änderungen vor: Großaktionäre mit mindestens 10 Prozent Beteiligung erhalten künftig keine Freistellungsbescheinigungen mehr im Voraus, sondern müssen Erstattungsanträge stellen. Die Nachzahlungs- und Erstattungszinsen steigen ab 2027 von 1,8 auf 3,6 Prozent jährlich. Die elektronische Bekanntgabe von Steuerbescheiden wird ab 2027 zum Regelfall für Inhaber aktiver ELSTER-Nutzerkonten. Zudem wird die umsatzsteuerliche Organschaft reformiert und künftig an eine ausdrückliche Erklärung des Organträgers geknüpft.

Bild: ©Bundesministerium der Finanzen | Photothek

Deloitte verstärkt sich in Frankfurt und Hamburg

  Juve Plus

Deloitte hat zwei Neuzugänge auf Partner- und Director-Ebene gewonnen. Bartosch Tomczyk ist im August als Partner für Financial Services Tax in Frankfurt eingestiegen. Der Steuerberater und Fachberater für internationales Steuerrecht war zuvor bei Baker Tilly tätig. Ebenfalls seit August verstärkt Dr. Inga Bethmann als Director das Hamburger Büro im Bereich internationales Steuerrecht. Sie kommt von PwC, wo sie zuletzt als Senior-Manager arbeitete, und berät internationale Konzerne bei Restrukturierungen und M&A-Transaktionen.

Bild: ©stock.adobe.com | Nuthawut

YPOG-Partner gründet eigene Boutique

  Juve Plus

Dr. Florian Oppel, derzeit Partner im Kölner Büro von YPOG, macht sich selbstständig und gründet zum Januar 2027 die Steuerberatungskanzlei Oppel & Partner mit Büros in Köln und München. Mit ihm wechseln die beiden Associated Partner Dr. Julian Solowjeff und Sophia Merzapour. Das Gründungsteam umfasst insgesamt zwölf Berufsträger. Die neue Boutique fokussiert sich auf die steuerliche Beratung von Nachfolge- und Vermögensthemen sowie Stiftungsrecht.

Neuer Richter am Finanzgericht Münster

Das Finanzgericht Münster hat Verstärkung bekommen: Kenneth Hoss hat seine Tätigkeit als Richter im 11. Senat aufgenommen. Der Diplom-Finanzwirt sammelte zunächst Erfahrung in der niedersächsischen Finanzverwaltung und studierte parallel Rechtswissenschaften an der Universität Osnabrück mit Schwerpunkt Deutsches und Europäisches Steuerrecht. Nach beiden juristischen Staatsexamina war er zuletzt im höheren Dienst der Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen tätig.

Bild: ©stock.adobe.com | Nuthawut