Kurz notiert

Was tut sich in der Steuerwelt? Lesen Sie weitere aktuelle Nachrichten kurz und knapp im übersichtlichen Branchen-Ticker!

Juli 2026

Führungswechsel bei WTS

Björn Viebrock hat zum Juli die Position des CEO von WTS Deutschland sowie des Group COO der WTS Group Holding. Der frühere Tax & Legal-Chef von PwC folgt auf Fritz Esterer. Mittelfristig soll Viebrock auch die Group-CEO-Position übernehmen. Der Wechsel fällt in eine Wachstumsphase: Nach dem Einstieg des schwedischen Investors EQT expandiert WTS verstärkt und gründete Anfang des Jahres Gesellschaften in Polen und Großbritannien.

Juni 2026

Baker Tilly ernennt 4 neue Partner

Die Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Baker Tilly hat 4 Führungskräfte aus den eigenen Reihen zu Partnern ernannt: Daniel Boms (IT Assurance & Advisory), Patrick Haas (Abschlussprüfung Industrie- und Finanzunternehmen), Dominik Siwy (Restrukturierungs- und Krisenberatung) und Daniel Zeiß (Restrukturierungs- und Transaktionsberatung). Die Ernennungen erfolgen zur Jahresmitte. Baker Tilly beschäftigt in Deutschland rund 1.740 Mitarbeitende an 10 Standorten.

Bild: ©stock.adobe.com | Golden Sikorka

EY verstärkt Transfer-Pricing-Team mit PwC-Experten

  Juve Plus

Prof. Dr. Stefan Eymann wechselt im Juli von PwC zu EY. Er wird als of Counsel im Bereich Transfer Pricing tätig sein und die Bereiche Financial Transactions sowie TP Controversy ausbauen. Eymann ist spezialisiert auf konzerninterne Finanzierungen, Advance Pricing Agreements und Verständigungsverfahren. Vor seiner Beraterlaufbahn war er über 10 Jahre als Bundesbetriebsprüfer beim Bundeszentralamt für Steuern tätig. Bei EY trifft er auf ein rund 200-köpfiges Verrechnungspreis-Team.

Sherb holt of Counsel für Vermögensnachfolge sowie IT-Recht

Die auf Erbrecht und Vermögensnachfolge spezialisierte Boutique Sherb hat sich im Juni mit Christina Hemb und Dr. Julia Fedke als of Counsel verstärkt. Hemb, Fachanwältin für Steuerrecht, war zuvor mehrere Jahre bei Grant Thornton in Frankfurt tätig und aktuell bei K+P Steuer- und Rechtsberatung. Sie bringt langjährige Erfahrung in der Steuerberatung und -gestaltung sowie Expertise im Erbrecht mit. Fedke, Fachanwältin für IT-Recht, soll die Schnittstelle zum digitalen Nachlass besetzen. Beide bleiben parallel in ihren bisherigen Einheiten aktiv.

Bild: ©stock.adobe.com | Nuthawut

EY gewinnt Partner für Finanztransformation

Bernd Edelmann tritt zum Juli als Partner bei EY in München ein. Der Diplom-Kaufmann bringt mehr als zwei Jahrzehnte internationale Führungserfahrung in zentralen CFO-Funktionen mit. Zuletzt war er Managing-Director und CFO bei Tion Renewables im Portfolio von EQT und verantwortete Accounting, Tax, Financial Reporting und Treasury für über 40 Gesellschaften. Zuvor prägte er als CFO das E-Mobility-Joint-Venture Ionity in 24 europäischen Märkten. Bei EY soll Edelmann die Finance Managed Services ausbauen und Finanztransformationen begleiten.

WW+KN-Gründer verlässt Forvis Mazars

  Juve Plus

Markus Krinninger verlässt Forvis Mazars in München. Der auf Mittelstandsberatung spezialisierte Steuerberater war im Juli 2023 im Zuge der Übernahme des gesamten Münchner WW+KN-Büros mit rund 29 Mitarbeitenden als Partner zu der Next-Six-Gesellschaft gestoßen. Bei WW+KN hatte Krinninger zuvor in der Geschäftsleitung gearbeitet. Seine Schwerpunkte lagen in der Gestaltungs- und Compliance-Beratung sowie im Unternehmensteuerrecht. Eine neue berufliche Station hat er noch nicht bekannt gegeben.

Bild: ©ehret & klein

Rückkehrer stärkt Tax-Accounting-Team bei EY

  Juve Plus

Tobias Ehl wechselt zum Juli als Non-Equity-Partner zu EY nach Köln. Der Steuerberater und Fachberater für internationales Steuerrecht kehrt damit zu seinem früheren Arbeitgeber zurück, bei dem er von 2012 bis 2021 tätig war. Zuletzt arbeitete er als Director bei Deloitte. Bei EY soll er das Tax-Accounting-Geschäft im Bereich Global Compliance & Reporting ausbauen und berät multinationale Unternehmen insbesondere zu IFRS- und US-GAAP-Fragen.

Grüne für Übergewinnsteuer zur Krisenabfederung

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen verlangt die Einführung einer Übergewinnsteuer als Ergänzungsabgabe zur Einkommen- und Körperschaftsteuer. In einem Antrag (Ds. 21/6649) wird ein Steuersatz von mindestens 33 Prozent gefordert. Besteuert werden soll die übermäßige Differenz zwischen tatsächlichen Kosten und weitergegebenen Preisen unter oligopolistischen Bedingungen. Hintergrund sind krisenbedingte Preissteigerungen: Mineralölkonzerne hätten in den ersten Wochen des Iran-Krieges täglich 21 Millionen Euro Zusatzgewinn erzielt.

Bild: ©JUVE Verlag | Verena Clemens

Grüne fordern Reform der Grunderwerbsteuer bei Share Deals

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen verlangt von der Bundesregierung einen Gesetzentwurf zur Verhinderung von Steuerumgehungen bei Immobiliengeschäften. In einem Antrag (Ds. 21/6646) fordert sie eine grundlegende Reform der steuerrechtlichen Behandlung von Share-Deals. Grunderwerbsteuer soll künftig bei jeder Übertragung von Anteilen zwischen Gesellschaften anteilig anfallen. Dadurch könnten rund 1 Milliarde Euro Steuermehreinnahmen generiert werden.

Bild: ©JUVE Verlag | Verena Clemens

Immunitas gründet Digital-Einheit und gewinnt Enpal-Steuerchef

  Juve Plus

Die Immunitas-Gruppe hat die Tochtergesellschaft Immunitas Digital gegründet. Als Geschäftsführer wechselt Dr. Mathias Hildebrandt (49, Foto) von Enpal, wo er drei Jahre Head of Group Tax war. Er will digitale Steuerberatung für Start-ups und KMU anbieten und CFOs beim Aufbau von Steuerfunktionen beraten. Zusätzlich stößt Dr. Dirk Eisolt (67) als of Counsel hinzu, der fast 20 Jahre bei White & Case tätig war. Die Immunitas-Gruppe wächst damit auf über 50 Mitarbeiter an 4 Standorten.

Finanzausschuss lehnt Einführung einer Digitalsteuer ab

Der Finanzausschuss hat einen Antrag zur Einführung einer Digitalsteuer abgelehnt (Ds. 21/5287). Nur Grüne und Linke stimmten dafür. Der Antrag sah eine zehnprozentige Steuer auf in Deutschland erzielte digitale Umsätze vor – für Konzerne mit weltweitem Jahresumsatz ab 750 Mio. Euro und mindestens 50 Mio. Euro Deutschland-Umsatz. Die Union verwies auf verfassungs- und europarechtliche Bedenken. Laut Netzwerk Steuergerechtigkeit zahlten US-Techkonzerne 2024 in Deutschland nur 3,4 Prozent effektiven Steuersatz.

Bild: ©stock.adobe.com | B. W. Schneider