Kurz notiert

Was tut sich in der Steuerwelt? Lesen Sie weitere aktuelle Nachrichten kurz und knapp im übersichtlichen Branchen-Ticker!

Juli 2026

Finanzverwaltung NRW testet eigene KI-Lösung

Die Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen startet den Praxistest ihrer eigenen KI-Lösung FinAssist.NRW. Seit Juni 2026 testen die Finanzämter Solingen, Oberhausen-Nord und Gütersloh den Chatbot, nun folgt das Finanzministerium. Die KI wird im eigenen Rechenzentrum entwickelt und gehostet, um Datensouveränität zu gewährleisten. Sie soll Beschäftigte bei Routineaufgaben unterstützen, etwa beim Analysieren von Dokumenten oder Erstellen von Textentwürfen. Sensible Daten bleiben in staatlicher Hand und werden nicht für KI-Training verwendet.

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Ehemalige Parlamentarische Staatssekretärin wird Senior Advisor bei FTI Consulting

Katja Hessel, Parlamentarische Staatssekretärin a.D. beim Bundesminister der Finanzen, ist ab sofort als Senior Advisor für FTI Consulting tätig. Die Rechtsanwältin und Steuerberaterin wird Mandanten zu finanz- und wirtschaftspolitischen sowie regulatorischen Fragen im Bereich Public & Government Affairs beraten. Von 2021 bis 2024 verantwortete sie als Staatssekretärin die Bereiche Steuern, Zoll und Digitalisierung. Zuvor war sie Mitglied des Deutschen Bundestages und Staatssekretärin in der Bayerischen Staatsregierung.

Rödl verstärkt Standort Hannover

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Rödl hat die Steuerberatung in Hannover ausgebaut. Zum Juli ist Kerstin Weber-Blank als Partnerin eingestiegen und hat ihr zehnköpfiges Team von RSM Ebner Stolz mitgebracht. Die Steuerberaterin verfügt über mehr als 38 Jahre Berufserfahrung und war zuvor acht Jahre als Director bei RSM Ebner Stolz sowie über zwei Jahrzehnte bei PwC tätig. Am niedersächsischen Standort werden künftig rund 40 Mitarbeitende beschäftigt sein.

Ehemalige EY-Berater gründen Steuerkanzlei in Stuttgart

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Die Steuerberater Matthias Ritter (Foto) und Maximilian Brändle haben die Kanzlei BR Partner gegründet. Beide waren zuvor im Stuttgarter Team International Tax and Transaction Services (ITTS) von EY tätig – Ritter mehr als zehn Jahre, Brändle acht Jahre. Die neue Kanzlei fokussiert sich auf internationales Steuerrecht sowie die steuerliche Begleitung von Transaktionen und Umstrukturierungen. Zielgruppe sind Unternehmen, Unternehmerfamilien und vermögende Privatpersonen.

Internationaler Datenaustausch über Handel mit Kryptowerten

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf (Ds. 21/7195) zur Umsetzung einer mehrseitigen Vereinbarung über den automatischen Austausch von Informationen nach dem Melderahmen für Kryptowerte vorgelegt. Deutschland und 26 weitere Länder hatten die Vereinbarung im November 2024 unterzeichnet. Ziel ist die wirksame Bekämpfung grenzüberschreitender Steuerhinterziehung. Ausgetauscht werden u.a. Name, Anschrift, Steueridentifikationsnummer sowie Transaktionsdaten von Kryptowerte-Nutzern.

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Informationsaustausch über Finanzkonten wird ausgeweitet

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Ausweitung des internationalen Informationsaustauschs über Finanzkonten vorgelegt (Ds. 21/7194). Die Zusatzvereinbarung vom 8. Juni 2023 erweitert den automatischen Austausch auf neue digitale Finanzprodukte, Derivate auf Kryptowerte und Beteiligungen an Investmentunternehmen, die in Kryptowerte investieren. Ziel ist die wirksame Bekämpfung grenzüberschreitender Steuerhinterziehung und die Förderung der Steuerehrlichkeit.

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DAV kritisiert geplante Verschärfungen im Steuerstrafrecht

Der Deutsche Anwaltverein (DAV) übt scharfe Kritik am Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität der Bundesministerien für Finanzen und Justiz. Besonders problematisch sieht der DAV den geplanten Wegfall der strafbefreienden Selbstanzeige und massive Strafrahmenerhöhungen auf bis zu 15 Jahre Freiheitsstrafe bei organisierter Steuerkriminalität. Dies entspräche der Höchststrafe für Totschlag. Der DAV bemängelt, dass der Staat auf Einnahmen verzichte und die überlastete Strafjustiz weiter belastet werde.

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Grüne fordern neue Rechtsform für Unternehmensnachfolge

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will eine neue Rechtsform „Gesellschaft mit gebundenem Vermögen“ (GmgV) einführen. In einem Antrag (Ds. 21/6951) fordert sie die Bundesregierung auf, diese Rechtsform schnell zu schaffen. Hintergrund ist die zunehmend schwierige Nachfolgesuche bei Familienunternehmen. Die neue Rechtsform soll ermöglichen, Verantwortung an kompetente Personen weiterzugeben, unabhängig von familiärer Zugehörigkeit. Zudem sollen mögliche Hindernisse bei der Erbschaftsteuer beseitigt werden.

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Europäische Zollagentur EUCA entsteht ab Herbst in Lille

Mit der European Union Customs Agency (EUCA) entsteht ab Herbst eine neue EU-Agentur mit Sitz in Lille. Sie soll das EU-Risikomanagement stärken, die neue EU-Zolldatenplattform (EU Customs Data Hub) betreiben und die Zusammenarbeit der nationalen Zollbehörden koordinieren. Die EUCA ist Kernelement der umfassendsten Reform der EU-Zollunion seit 1968 und reagiert auf wachsende Warenströme im Online-Handel sowie neue sicherheitspolitische Herausforderungen. Die Agentur soll schrittweise auf rund 300 Beschäftigte aufwachsen.

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Lesen Sie hierzu auch unseren Hintergrund-Artikel Europas Zollagentur nimmt Gestalt an vom 23.07.2026.

Automatischer Informationsaustausch über Plattform-Einkünfte wird ausgeweitet

Die Bundesregierung will die grenzüberschreitende Steuerhinterziehung wirksamer bekämpfen. Ein Gesetzentwurf (Ds. 21/7193) sieht vor, eine mehrseitige Vereinbarung vom 22. Juni 2021 umzusetzen. Diese regelt den automatischen Austausch von Informationen über Einkünfte aus digitalen Plattformen. Bisher tauschen EU-Mitgliedstaaten solche Daten bereits aus. Künftig soll der Informationsaustausch auch auf Drittstaaten erweitert werden.

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Schalast baut Verrechnungspreis-Beratung auf

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Dr. Stephan Schnorberger ist zum Juli als Partner zu Schalast gewechselt. Der 61-Jährige war seit 2005 Equity-Partner bei Baker McKenzie und hat dort die Verrechnungspreis-Praxis aufgebaut und geleitet. Bei Schalast soll er aus Düsseldorf heraus den Bereich Transfer Pricing neu etablieren. Schnorberger gilt als ausgewiesener Experte für Steuerkonflikte rund um Verrechnungspreise, IP-Bewertung und Umstrukturierungen. Schalast plant, die neue Praxis personell auszubauen.