Kurz notiert

Was tut sich in der Steuerwelt? Lesen Sie weitere aktuelle Nachrichten kurz und knapp im übersichtlichen Branchen-Ticker!

August 2026

Neuer Vizepräsident am Finanzgericht Münster

Dr. Jan-Hendrik Kister ist zum 1. August 2026 zum Vizepräsidenten des Finanzgerichts Münster ernannt worden. Der 51-Jährige folgt auf Dr. Martin Coenen, der das Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt hat. Kister leitet seit Dezember 2020 den 1. Senat des Gerichts, der für Ertragsteuer- und Kindergeldrecht zuständig ist. Er war zuvor langjährig in der Gerichtsverwaltung tätig, unter anderem als Pressesprecher, und ist Autor angesehener Steuerrechtskommentare.

Bild: ©FG Münster | Justiz NRW

Neue Steuerstrafrecht-Boutique in München

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Dr. Philipp Kellner macht sich im September mit einer eigenen Kanzlei selbstständig. Der Steuer- und Wirtschaftsstrafrechtler war zuletzt für Stürzl Steuerstrafrecht tätig. Die Boutique berät Unternehmer, Geschäftsführer und Privatpersonen im Steuer- und Wirtschaftsstrafrecht sowie im streitigen Steuerrecht. Ein Schwerpunkt liegt auf der Beratung und Verteidigung von Steuerberatern bei straf- oder haftungsrechtlichen Fragen. Die Kanzlei setzt von Beginn an auf einen digitalisierten und KI-gestützten Ansatz.

Bild: ©Alex Schmitz

WTS verstärkt Verrechnungspreispraxis mit PwC-Partnern

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Seit August verstärkt Prof. Dr. Stephan Rasch als Partner die Verrechnungspreispraxis von WTS. Der erfahrene Experte für streitige Verfahren war zuvor zwölfeinhalb Jahre Partner bei PwC. Bereits im Juli stieß Marion Leherpeur als Partnerin zu WTS, ebenfalls nach zwölfeinhalb Jahren bei PwC. Die Verrechnungspreispraxis von WTS zählt mit den Zugängen rund 70 Beratende, darunter neun Partner. Beide folgen ihrem früheren Chef Björn Viehbrock, der seit Juli CEO von WTS Deutschland ist.

Einigung auf Zollfinanzgerechtigkeitsgesetz

Das Bundeskabinett hat das Zollfinanzgerechtigkeitsgesetz (ZFG) beschlossen. Es setzt Teile der Aktionspläne gegen Organisierte Kriminalität und Steuer- und Finanzkriminalität um. Der Zoll erhält neue Befugnisse wie KI-gestützte Datenanalyse und administrative Vermögensabschöpfung. Die Strukturreform soll Kompetenzen bündeln und führt Hauptzollämter und Zollfahndungsämter zu Zolldirektionen zusammen.

Bild: ©Bundesministerium der Finanzen | Photothek

Bundeskabinett beschließt Jahressteuergesetz 2026

Das Bundeskabinett hat den Entwurf für das Jahressteuergesetz 2026 beschlossen. Der Entwurf sieht zahlreiche Änderungen vor: Großaktionäre mit mindestens 10 Prozent Beteiligung erhalten künftig keine Freistellungsbescheinigungen mehr im Voraus, sondern müssen Erstattungsanträge stellen. Die Nachzahlungs- und Erstattungszinsen steigen ab 2027 von 1,8 auf 3,6 Prozent jährlich. Die elektronische Bekanntgabe von Steuerbescheiden wird ab 2027 zum Regelfall für Inhaber aktiver ELSTER-Nutzerkonten. Zudem wird die umsatzsteuerliche Organschaft reformiert und künftig an eine ausdrückliche Erklärung des Organträgers geknüpft.

Bild: ©Bundesministerium der Finanzen | Photothek

Deloitte verstärkt sich in Frankfurt und Hamburg

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Deloitte hat zwei Neuzugänge auf Partner- und Director-Ebene gewonnen. Bartosch Tomczyk ist im August als Partner für Financial Services Tax in Frankfurt eingestiegen. Der Steuerberater und Fachberater für internationales Steuerrecht war zuvor bei Baker Tilly tätig. Ebenfalls seit August verstärkt Dr. Inga Bethmann als Director das Hamburger Büro im Bereich internationales Steuerrecht. Sie kommt von PwC, wo sie zuletzt als Senior-Manager arbeitete, und berät internationale Konzerne bei Restrukturierungen und M&A-Transaktionen.

Bild: ©stock.adobe.com | Nuthawut

YPOG-Partner gründet eigene Boutique

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Dr. Florian Oppel, derzeit Partner im Kölner Büro von YPOG, macht sich selbstständig und gründet zum Januar 2027 die Steuerberatungskanzlei Oppel & Partner mit Büros in Köln und München. Mit ihm wechseln die beiden Associated Partner Dr. Julian Solowjeff und Sophia Merzapour. Das Gründungsteam umfasst insgesamt zwölf Berufsträger. Die neue Boutique fokussiert sich auf die steuerliche Beratung von Nachfolge- und Vermögensthemen sowie Stiftungsrecht.

Neuer Richter am Finanzgericht Münster

Das Finanzgericht Münster hat Verstärkung bekommen: Kenneth Hoss hat seine Tätigkeit als Richter im 11. Senat aufgenommen. Der Diplom-Finanzwirt sammelte zunächst Erfahrung in der niedersächsischen Finanzverwaltung und studierte parallel Rechtswissenschaften an der Universität Osnabrück mit Schwerpunkt Deutsches und Europäisches Steuerrecht. Nach beiden juristischen Staatsexamina war er zuletzt im höheren Dienst der Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen tätig.

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WTS verstärkt Umsatzsteuerberatung mit neuer Partnerin

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WTS baut die Umsatzsteuerberatung weiter aus. Im August wechselt Maren Rau als Partnerin von Ypog zu WTS. Rau war zuvor fast 18 Jahre bei PwC tätig und erst vor einem Jahr zu Ypog gewechselt. Sie berät an der Schnittstelle von Steuerrecht, Prozessen und Digitalisierung mit Fokus auf Familienunternehmen, mittelständische Gruppen sowie VC- und PE-Häuser. Zudem gilt sie als Expertin für die Umsatzbesteuerung digitaler Assets. Bei Ypog verbleibt der Großteil des Teams.

Baker Tilly baut Mittelstandsberatung weiter aus

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Baker Tilly hat zum August Markus Krinninger (51) als Partner für die Standorte München und Regensburg gewonnen. Der Steuerberater und Fachberater für internationales Steuerrecht soll die Begleitung mittelständischer Unternehmen sowie das Geschäftsfeld Managed Services ausbauen. Seine Schwerpunkte liegen in Accounting, Reporting und Konsolidierung. Krinninger war zuletzt Partner bei Forvis Mazars und hatte 2013 den Kanzleiverbund WW+KN mitgegründet, dessen Partner seit Ende 2023 zu Baker Tilly gehören.

Juli 2026

BaFin-Befragung: 54 Finanzinstitute an Cum/Cum-Gestaltungen beteiligt

54 Finanzinstitute haben bei einer Befragung der BaFin eine Beteiligung an Cum/Cum-Gestaltungen bestätigt. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (Ds. 21/7322) auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen (Ds. 21/6863) hervor. Darunter sind 21 öffentlich-rechtliche, 16 genossenschaftliche und 17 privatrechtliche Institute. Zudem gaben 18 Versicherer eine Beteiligung an. Die gemeldeten Schadenssummen belaufen sich auf 4,8 Milliarden Euro.

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