Juve Plus JUVE Inhouse Steuern

Druck im Datendschungel

Die aktuelle JUVE Steuermarkt-Inhouse-Umfrage zeichnet ein klares Bild: Die regulatorischen Vorgaben steigen, die Prüfer werden penibler. Das Problem: Während der Arbeitsdruck von außen steigt, bleiben Datenstrukturen und Prozesse häufig hinter den Ansprüchen zurück.

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Kein Wunder, dass für viele Steuerchefinnen und Steuerchefs die Digitalisierung weiter in den Fokus rückt. Sie gilt als Hebel schlechthin, um die Teams auch bei steigenden Anforderungen handlungsfähig zu halten. Eine höhere Datenqualität und automatisierte Abläufe sollen die tägliche Arbeit effizienter machen.

Das schlägt sich immer häufiger in der Teamstruktur nieder: Rund ein Fünftel der Steuerfunktionen hat mittlerweile eigene Digital‑Expertinnen und ‑Experten in die tägliche Arbeit integriert. Der regelmäßige Austausch mit der IT‑Abteilung zählt für viele ebenso zum Arbeitsalltag. Gleichzeitig setzen immer mehr Teams auf Low‑Code‑ und No‑Code‑Programmierung, um ihre Abhängigkeit von der IT zu reduzieren und kleinere digitale Lösungen eigenständig umzusetzen.

Der Großteil der Umfrageteilnehmenden geht davon aus, dass sich ihre Arbeit künftig weiter in Richtung Prozesse, Standardisierung und Automatisierung entwickelt. Der Grund: „Zunehmend mehr Berichterstattungspflichten bei tendenziell abnehmender Personalstärke der Steuerabteilung“, so beschreibt ein Teilnehmer die schwierige Situation in vielen Steuerteams. „Die Datenanforderungen der Finanzverwaltung steigen, und die Steuerabteilung muss über gute Kenntnisse zu den Datenflüssen verfügen“, betont ein anderer.

Erschwerter Zugriff

Doch für zahlreiche Inhouse‑Teams bleibt ein zentrales Problem: Viele steuerlich relevante Informationen entstehen außerhalb der Steuerabteilung – und sind über verschiedene Unternehmensbereiche verteilt. Das erschwert den Zugriff und bremst die Prozesse. Die Umfrage bestätigt dieses Bild: So verfügen nur zehn Prozent der Befragten über einen Data Lake mit sauber strukturierten und leicht zugänglichen Daten – ein Wert, der sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verbessert hat.

Trotzdem wird deutlich: Viele Steuerteams wollen beim Thema Datenqualität künftig ein Wörtchen mitreden. Ein wesentlicher Treiber ist die in vielen Unternehmen aktuell laufende Migration auf SAP S/4HANA. Da im ERP‑System ein Großteil der steuerrelevanten Daten entsteht, wächst das Interesse vieler Steuerteams, diesen Prozess mitzugestalten. Um sicherzustellen, dass steuerliche Anforderungen nicht zu kurz kommen, arbeiten einige Teams interdisziplinär mit Finance, Accounting und IT zusammen.

Ähnlich verhält es sich bei der Einführung der E‑Rechnung. Auch wenn die Verantwortung bei diesem Projekt häufig bei anderen Abteilungen wie dem Rechnungswesen liegt – auch hier sind viele Steuerteams eingebunden.

Dies ist ein Auszug aus der Ausgabe JUVE Inhouse Steuern 2026, die am 1. April erschienen ist. Dort lesen Sie mehr zu den Ergebnissen unserer Umfrage und den aktuellen Herausforderungen der Inhouse-Steuerteams.

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