Frankfurt

PwC holt Steuerchef der DZ Bank

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  • JUVE

Christian Malisius (45), bisher Leiter der Steuerabteilung der DZ Bank, wechselt zu PricewaterhouseCoopers (PwC) und arbeitet künftig als Partner in deren Frankfurter Büro. Bei der DZ Bank steigt deshalb Volker Nickel (56) zum Dezember zum neuen Steuerchef auf.

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Christian Malisius
Christian Malisius

Malisius steht seit 2011 an der Spitze der Steuerabteilung der DZ Bank, zuvor arbeitete er rund zwölf Jahre für Ernst & Young sowie deren Vorgängerin Arthur Andersen. Bei PwC wird er Teil der Abteilung, die die Finanzindustrie steuerlich begleitet.

Diese hatte kürzlich einen ihrer stärksten und wichtigsten Partner verloren: Dr. Christian Altvater verließ die Big Four-Gesellschaft im September, um an die Spitze der Steuerabteilung der Deutschen Börse zu rücken. Einen Teil der bisherigen Aufgaben Altvaters im Team für Financial Services soll nun Malisius übernehmen, andere hat die Big Four-Gesellschaft schon seit Längerem in andere Hände gelegt, denn Altvaters anstehender Wechsel war seit Monaten bekannt.

So schied Altvater beispielsweise vor Monaten aus einem größeren Mandat an der Seite der Commerzbank aus, die PwC mit der Aufarbeitung von Cum-Ex-Deals beauftragt hat, die die Bank jahrelang zu Lasten des Fiskus getätigt hatte. Dieses und weitere Mandate aus den Themenfeldern Cum-Cum und Cum-Ex liegen dem Vernehmen nach nun insbesondere in den Händen des Düsseldorfer Partners Achim Obermann. Gleichwohl wird auch Malisius einen klaren Schwerpunkt in der Beratung rund um bank- und kapitalmarktrechtliche Produkte haben.

„Christian Malisius ist für uns die nahezu idealtypische Verstärkung. Er bringt Big Four-Erfahrung mit, ist ein intimer Kenner der Abläufe und Funktionsweisen einer Bank, hat die Digitalisierung einer Steuerabteilung vorangetrieben und diese dabei erfolgreich umgebaut und weiterentwickelt“, so Markus Hammer, Leiter der Steuer- und Rechtsberatung in der Praxis für Financial Services. Die Abteilung ist in die vier Themenfelder Banking, Kapitalmarkt, Versicherung und Private Equity unterteilt und zählt in Frankfurt JUVE-Informationen zufolge gut drei Dutzend Mitarbeiter.

Stühlerücken bei der DZ Bank

Volker Nickel
Volker Nickel

Etwas weniger Köpfe, rund 30, zählt das bisherige Team von Malisius, die Konzernsteuerabteilung der DZ Bank. Diese hat unter seiner Führung in den vergangenen Jahren sukzessive mehr Aufgaben innerhalb der DZ Bank und deren angeschlossener Tochtergesellschaften übernommen.

Im vergangenen Jahr wuchs die Steuerabteilung der drittgrößten deutschen Bank dann auch personell noch einmal. In ihr ging die Steuerabteilung der WGZ Bank auf, der Zentralbank für die rund 200 Volksbanken und Raiffeisenbanken im Rheinland sowie in Westfalen, die mit der größeren DZ Bank fusionierte. Aus der Steuerabteilung der WGZ Bank stammt nun auch Malisius´ Nachfolger, Volker Nickel.

Er kam 2013 zu der Düsseldorfer Bank und übernahm die Spitze der Steuerabteilung, nachdem er zuvor unter anderem Steuerchef des Beratungsunternehmens Boston Consulting war und für Pepsi-Cola und Novartis gearbeitet hatte.

Seit dem Zusammenschluss mit der DZ Bank im vergangenen Jahr war Nickel dann im Wesentlichen mit der Migration und Integration des zuletzt noch fünf Köpfe zählenden WGZ-Steuerteams in die DZ-Steuerabteilung befasst. Diese ist mit ihren insgesamt rund 30 Mitarbeitern in drei wesentliche Unterfunktionen gegliedert: Unternehmensbesteuerung, Produktbesteuerung und Compliance/Deklaration. (René Bender)

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