Inhouse

Steuerteams und KI: Weiter auf Annäherungskurs

Inhouse-Steuerteams haben klare Erwartungen, was das Thema künstliche Intelligenz (KI) angeht. Doch beim Einsatz im Alltag agieren einige weiterhin zögerlich. Trotz wachsender Datenmengen und Effizienzdruck. Mehr über die Hintergründe lesen Sie in der neuen Ausgabe JUVE Inhouse Steuern 2026, die am 1. April erscheint.

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KI ist längst in der Inhouse‑Praxis angekommen. Viele Steuerteams setzen die Technologie mittlerweile in ihrem Tagesgeschäft ein. Und loten weiter aus, welches Potenzial sie bietet und in welchen Fällen sie bereits echten Mehrwert liefert. Dies tun sie mit konkreten Erwartungen: Routinearbeiten sollen wegfallen, Informationen schneller verfügbar, Entscheidungen besser vorbereitet sein.

Grundsätzlich gibt es für die KI in der Steuerfunktion einiges zu tun. Die aktuelle Inhouse-Umfrage von JUVE Steuermarkt zeigt: Besonders häufig kommt die Technologie bei der Recherche, der Analyse von Rechtstexten und Verträgen sowie der Vorbereitung von Dokumentationen zum Einsatz. Allerdings: Mit wachsender KI-Integration steigen auch die Anforderungen an die digitalen Kompetenzen. Mitarbeitende müssen nicht nur sicher mit der Technologie umgehen, sondern auch lernen, die von der KI gelieferten Ergebnisse kritisch einzuordnen und zu hinterfragen.

Bei der KI-Nutzung beschäftigen die Steuerteams laut Umfrage vor allem zwei Fragen: Wie kann KI helfen, steuerliche Aufgaben effizienter zu erledigen? Und welche Unterstützung können externe Berater bei der Integration der Technologie leisten? Nicht wenige Umfrageteilnehmende erwarten mit Blick auf den KI-Einsatz von der Beraterseite nicht nur eine Sicherstellung der Qualität der Ergebnisse, sondern auch Bewegung bei den Honoraren. „Wenn KI benutzt wird, muss sich das in niedrigeren Gebühren niederschlagen“, so lautet eine klare Forderung.

Aus der Beraterschaft wiederum ist häufig zu hören, dass sich so manche Inhouse-Experten zu stark auf die Ergebnisse der KI verlassen – und entsprechend schnelle Ergebnisse sehen wollen. Da würden ‚fertige‘, mit Hilfe von KI produzierte Gutachten geschickt, über die der Berater ‚mal eben‘ drüberschauen solle.

Umdenken erforderlich

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den die JUVE Steuermarkt-Inhouse-Umfrage deutlich macht: Der Einsatz von KI erfordert in vielen Teams ein Umdenken im Arbeitsalltag. Für Verantwortliche bedeutet das, nicht nur die Technologie einzuführen. Sie müssen auch die erforderlichen Strukturen und Prozesse gestalten, damit KI sinnvoll und sicher eingesetzt werden kann.

Dabei ist auch ein Blick auf die unterschiedlichen Einsatzgebiete gefragt. Die Steuerfunktion vereint in der Regel ein breites Spektrum an Fachthemen. Dieses reicht von der Compliance über indirekte und internationale Steuer- bis zu HR- und M&A-Fragen. Entsprechend vielfältig sind auch die Anforderungen an eine passende KI‑Lösung.

Bei der weiteren Annäherung an die KI-Technologie besonders hilfreich: Teammitglieder, die beim Thema KI vorangehen und sich intensiv mit den Möglichkeiten auseinandersetzen. Häufig erleichtern diese KI-Pioniere dem gesamten Steuerteam den Einstieg in Technologie und -Arbeitsweise.

Trotz aller technologischen Fortschritte sind sich die Umfrageteilnehmenden einig: KI ist kein Ersatz für steuerliches Know-how, kann dieses aber wirkungsvoll verstärken. Bremsfaktoren bleiben vor allem die Themen Datenschutz und IT‑Sicherheit sowie fehlende Governance‑Strukturen beim KI-Einsatz.

Dies ist ein Auszug aus der Ausgabe JUVE Steuermarkt Inhouse 2026, die am 1. April erscheint. Dort lesen Sie mehr zu den Ergebnissen unserer Umfrage und den aktuellen Herausforderungen der Inhouse-Steuerteams.

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