Studie zu Steuerwettbewerb

Deborah Schanz: „Die Unternehmen werden erschlagen“

Autor/en
  • Daniel Lehmann

Im internationalen Vergleich bekommen deutsche Politiker für Ihre Steuerpolitik eher eine schlechte Note. Zumindest sagt das Prof. Dr. Deborah Schanz von der Ludwig-Maximilians-Universität München im Gespräch mit JUVE Steuermarkt. Im Auftrag der vbw, einer Interessenvereinigung der bayerischen Wirtschaft, hat Schanz eine Studie erstellt und Deutschland mit 13 Industrienationen in Bezug auf den Steuerwettbewerb verglichen.

Teilen Sie unseren Beitrag
„Die Anreize, in einem anderen Land sesshaft zu werden, nur um Steuern zu sparen, sind durch Pillar II schon viel niedriger“, sagt Deborah Schanz. Nun kämen aber noch Zinsschranke, Lizenzschranke, Zinshöhenschranke und die Hinzurechnungsbesteuerung hinzu. „All das und noch mehr braucht es meiner Meinung nach nicht.“

Weiterlesen mit Juve Plus

4 Wochen gratis testen

  • Zugang zu allen digitalen JUVE Inhalten inklusive E-Paper aller Magazine
  • Exklusiver Zugang zu allen Rankings, Datenanalysen und Hintergrundartikeln
  • Inhouse-Teams erhalten kostenfreien Zugriff
  • Themennewsletter JUVE Business Weekly und JUVE Tech Weekly

Ihre Firma hat bereits ein JUVE+-Abo?

JUVE Steuermarkt: Stellen Sie sich vor, Sie seien Lehrerin. Welche Schulnote bekommt das deutsche Steuerrecht von Ihnen im Vergleich zu anderen Ländern? Und welches Zeugnis stellen Sie der Politik aus?
Prof. Dr. Deborah Schanz: Ehrlich gesagt, das wird eine eher schlechte Note. Wir befinden uns generell in einer ungünstigen Lage mit dem deutschen Steuerrecht. Es gibt viele Normen, und vieles wurde in den vergangenen Jahren unter dem Missbrauchsgedanken geformt. Dem in jedem Punkt Herr zu werden, erfordert nun aber wahnsinnig viel Dokumentation und Compliance. Die Unternehmen werden von Regulierungen erschlagen.

Artikel teilen

Gerne dürfen Sie unseren Artikel auf Ihrer Website und/oder auf Social Media zitieren und mit unserem Originaltext verlinken. Der Teaser auf Ihrer Seite darf die Überschrift und einen Absatz des Haupttextes enthalten. Weitere Rahmenbedingungen der Nutzung unserer Inhalte auf Ihrer Website entnehmen Sie bitte unseren Bedingungen für Nachdrucke und Lizenzierung.

Für die Übernahme von Artikeln in Pressespiegel erhalten Sie die erforderlichen Nutzungsrechte über die PMG Presse-Monitor GmbH, Berlin.
www.pressemonitor.de

Lesen sie mehr zum Thema