Essay

Die Eine-Milliarde-Dollar-Frage: Verändert das PwC-GPT-Projekt die Steuerwelt?

Autor/en
  • Götz Kümmerle

PricewaterhouseCoopers (PwC) will über eine Milliarde Dollar in die Entwicklung von GPT-Technologie stecken. Damit ändert sich alles. Die Summe hat das Volumen eines echten Gamechangers, die Technologie das Potenzial dazu und die Taktik in der Anwendung ist innovativ.  Doch das Potenzial birgt Risiken – für PwC und die gesamte Branche.

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Alles wird möglich? Die Entwicklung der Technologie, von der zwar jeder Mandant schon einmal gehört hat, die aber noch niemand richtig kennt, verläuft rasant.

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Zahlen sind relativ. Besonders für mich. Ich hatte fünf Punkte im Matheabitur. Wenn ich also die Zahl „eine Milliarde“ höre, dann klingt die erstmal nach viel für mich, aber wirklich einordnen kann ich die Zahl anhand der nackten Ziffern nicht. Was bedeutet es also, wenn PwC so viel Geld in diese neue Technologie investiert? Was Zahlen wirklich bedeuten, habe ich erst im Laufe meines Studiums begriffen. Aus 14 Semestern Orientalistik ist mir dazu eine Geschichte in Erinnerung geblieben: Als sich der mongolische Heerführer Dschingis Khan 1190 auf den Weg machte ein Weltreich zu erobern, war sein Siegeszug begleitet von einer Zahl: Tuman. Das war der mongolische Begriff für eine zehntausend Krieger umfassende Heerschar. Der mongolische Tuman war aber mehr als nur eine bloße Zahl: Er wirkte in Kombination mit Technik und Taktik. Der gekrümmte kurze Reiterbogen der Mongolen war der Waffentechnik der damaligen Zeit weit überlegen. Die Taktik der Mongolen setzte auf schnelle und flexible Reiterangriffe. So bedeutete der Begriff Tuman zu Beginn des 13. Jahrhunderts in China, Zentralasien, dem Nahen Osten und in Osteuropa eins: völlige Veränderung. Lange nach Ende der mongolischen Herrschaft blieb der Begriff Tuman in Gebrauch – im hyperinflationsgewöhnten Iran heute noch die Einheit, in der man die Landeswährung Rial tatsächlich rechnet.

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