Kurz notiert

Was tut sich in der Steuerwelt? Lesen Sie weitere aktuelle Nachrichten kurz und knapp im übersichtlichen Branchen-Ticker!

Juni 2026

EY gewinnt Partner für Finanztransformation

Bernd Edelmann tritt zum Juli als Partner bei EY in München ein. Der Diplom-Kaufmann bringt mehr als zwei Jahrzehnte internationale Führungserfahrung in zentralen CFO-Funktionen mit. Zuletzt war er Managing-Director und CFO bei Tion Renewables im Portfolio von EQT und verantwortete Accounting, Tax, Financial Reporting und Treasury für über 40 Gesellschaften. Zuvor prägte er als CFO das E-Mobility-Joint-Venture Ionity in 24 europäischen Märkten. Bei EY soll Edelmann die Finance Managed Services ausbauen und Finanztransformationen begleiten.

WW+KN-Gründer verlässt Forvis Mazars

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Markus Krinninger verlässt Forvis Mazars in München. Der auf Mittelstandsberatung spezialisierte Steuerberater war im Juli 2023 im Zuge der Übernahme des gesamten Münchner WW+KN-Büros mit rund 29 Mitarbeitenden als Partner zu der Next-Six-Gesellschaft gestoßen. Bei WW+KN hatte Krinninger zuvor in der Geschäftsleitung gearbeitet. Seine Schwerpunkte lagen in der Gestaltungs- und Compliance-Beratung sowie im Unternehmensteuerrecht. Eine neue berufliche Station hat er noch nicht bekannt gegeben.

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Rückkehrer stärkt Tax-Accounting-Team bei EY

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Tobias Ehl wechselt zum Juli als Non-Equity-Partner zu EY nach Köln. Der Steuerberater und Fachberater für internationales Steuerrecht kehrt damit zu seinem früheren Arbeitgeber zurück, bei dem er von 2012 bis 2021 tätig war. Zuletzt arbeitete er als Director bei Deloitte. Bei EY soll er das Tax-Accounting-Geschäft im Bereich Global Compliance & Reporting ausbauen und berät multinationale Unternehmen insbesondere zu IFRS- und US-GAAP-Fragen.

Grüne für Übergewinnsteuer zur Krisenabfederung

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen verlangt die Einführung einer Übergewinnsteuer als Ergänzungsabgabe zur Einkommen- und Körperschaftsteuer. In einem Antrag (Ds. 21/6649) wird ein Steuersatz von mindestens 33 Prozent gefordert. Besteuert werden soll die übermäßige Differenz zwischen tatsächlichen Kosten und weitergegebenen Preisen unter oligopolistischen Bedingungen. Hintergrund sind krisenbedingte Preissteigerungen: Mineralölkonzerne hätten in den ersten Wochen des Iran-Krieges täglich 21 Millionen Euro Zusatzgewinn erzielt.

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Grüne fordern Reform der Grunderwerbsteuer bei Share Deals

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen verlangt von der Bundesregierung einen Gesetzentwurf zur Verhinderung von Steuerumgehungen bei Immobiliengeschäften. In einem Antrag (Ds. 21/6646) fordert sie eine grundlegende Reform der steuerrechtlichen Behandlung von Share-Deals. Grunderwerbsteuer soll künftig bei jeder Übertragung von Anteilen zwischen Gesellschaften anteilig anfallen. Dadurch könnten rund 1 Milliarde Euro Steuermehreinnahmen generiert werden.

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Immunitas gründet Digital-Einheit und gewinnt Enpal-Steuerchef

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Die Immunitas-Gruppe hat die Tochtergesellschaft Immunitas Digital gegründet. Als Geschäftsführer wechselt Dr. Mathias Hildebrandt (49, Foto) von Enpal, wo er drei Jahre Head of Group Tax war. Er will digitale Steuerberatung für Start-ups und KMU anbieten und CFOs beim Aufbau von Steuerfunktionen beraten. Zusätzlich stößt Dr. Dirk Eisolt (67) als of Counsel hinzu, der fast 20 Jahre bei White & Case tätig war. Die Immunitas-Gruppe wächst damit auf über 50 Mitarbeiter an 4 Standorten.

Finanzausschuss lehnt Einführung einer Digitalsteuer ab

Der Finanzausschuss hat einen Antrag zur Einführung einer Digitalsteuer abgelehnt (Ds. 21/5287). Nur Grüne und Linke stimmten dafür. Der Antrag sah eine zehnprozentige Steuer auf in Deutschland erzielte digitale Umsätze vor – für Konzerne mit weltweitem Jahresumsatz ab 750 Mio. Euro und mindestens 50 Mio. Euro Deutschland-Umsatz. Die Union verwies auf verfassungs- und europarechtliche Bedenken. Laut Netzwerk Steuergerechtigkeit zahlten US-Techkonzerne 2024 in Deutschland nur 3,4 Prozent effektiven Steuersatz.

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Bundestag soll automatisiertem Austausch von Mindeststeuer-Daten zustimmen

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Mehrseitigen Vereinbarung vom 15. Januar 2025 über den Austausch von GloBE-Informationen vorgelegt (Ds. 21/6497). Die Vereinbarung etabliert einen automatischen Datenaustausch zwischen Finanzverwaltungen zu Mindeststeuer-Berichten von Unternehmensgruppen. Unternehmen sollen den Bericht nur zentral in einem Land einreichen müssen. Der Austausch soll die Bekämpfung von Steuerhinterziehung ausbauen und multiple Abgabepflichten vermeiden.

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Grüne fragen nach Zollfinanzgerechtigkeitsgesetz

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat eine Kleine Anfrage (Ds. 21/6389) zum Referentenentwurf des BMF für ein Zollfinanzgerechtigkeitsgesetz gestellt. Das Gesetz soll die Zollverwaltung stärken und Finanzkriminalität bekämpfen. Die Abgeordneten fordern Klärung zentraler Begriffe wie „Finanzgerechtigkeit“ und „bedeutsame Fälle der Finanzkriminalität“. Zudem soll die Bundesregierung erläutern, wie sich die „Gefahr für das Vertrauen in den Rechtsstaat“ von der „Gefahr für den Rechtsstaat“ unterscheidet.

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Stürzl holt Salary-Partner

Die Steuerstrafrechtsboutique Stürzl hat Thorben Hoppe (34) zum Juni als Salary-Partner gewonnen. Hoppe war zuvor in eigener Kanzlei tätig und fokussiert sich auf Strafrecht, Wirtschafts- und Steuerrecht sowie Compliance. Bei Stürzl wird Hoppe an beiden Standorten, Frankfurt und München, arbeiten. Neben seinem forensischen Know-how verfügt Hoppe über ein umfassendes Netzwerk im Sportbereich und engagiert sich in verschiedenen Gremien zu Compliance- und Governance-Fragen. Namenspartnerin Anja Stürzl hatte sich Anfang 2024 selbstständig gemacht. Sie war zuvor bei Rettenmaier, Flick Gocke Schaumburg und Wannemacher. Zum Team gehören mit Hoppe nun 3 Salary-Partner und 3 Associates.

Richter am Finanzgericht Münster ernannt

Der Präsident des Finanzgerichts Münster, Christian Wolsztynski, hat Sebastian Többen zum Juni zum Richter am Finanzgericht ernannt. Der 34-Jährige ist Diplom-Finanzwirt und Volljurist. Nach seinem Rechtsreferendariat mit Wahlstation beim FG Münster war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Finanz- und Steuerrecht der Universität Osnabrück. Seit Januar 2024 ist er bereits als Richter beim FG Münster tätig und gehört dem für Körperschaftsteuer zuständigen 13. Senat an.

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