Kurz notiert
Was tut sich in der Steuerwelt? Lesen Sie weitere aktuelle Nachrichten kurz und knapp im übersichtlichen Branchen-Ticker!
März 2026
BDO gewinnt zwei Experten von WTS
BDO hat innerhalb kurzer Zeit zwei Berater von WTS abgeworben. Im März stieß Philipp Carlson als Director am Standort Nürnberg hinzu. Der auf Umsatzsteuerrecht spezialisierte Rechtsanwalt und Steuerberater war zuletzt als Senior-Manager bei WTS tätig und verstärkt die Praxis für indirekte Steuern unter Annette Pogodda-Grünwald. Bereits im Januar wechselte Holger Bauer als Partner zu BDO, um den Bereich Zoll zu verantworten.
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EUStA: Umsatzsteuer- und Zollbetrug verursachen 45 Mrd. Euro Schaden
Die Europäische Staatsanwaltschaft (EUStA) hat in ihrem Jahresbericht 2025 alarmierende Zahlen vorgelegt: Ende 2025 wurden 3.602 aktive Fälle mit einem geschätzten Gesamtschaden von 67,27 Mrd. Euro untersucht. Zwei Drittel davon (45,01 Mrd. Euro) entfallen auf Umsatzsteuer- und Zollbetrug. Die EPPO eröffnete 2.030 neue Verfahren (+35% gegenüber 2024) und erreichte eine Verurteilungsquote von 95%. Besonders besorgniserregend ist die zunehmende Beteiligung organisierter Kriminalität, insbesondere chinesischer Netzwerke beim Import von Waren.
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Bansbach wählt neue Geschäftsleitung und erweitert Equity-Partnerschaft
Die Bansbach-Partnerversammlung hat die Geschäftsleitung neu gewählt: Neben Johannes Hauser und Arne Tiemann wurden Dr. Antje Conradi und Carsten Grill erstmals in das Gremium berufen. Dr. Bob Neubert, Hanns-Georg Schell und Joerg Schuster schieden aus. Zudem wurden Claudia Mickeler (Stuttgart) und Dr. Sebastian Heß (Baden-Baden) zu Equity-Partnern ernannt.
Bild: Carsten Grill, Dr. Antje Conradi, Johannes Hauser und Arne Tiemann (v. l. n. r.). / ©Philip Kottlorz
Neuer Richter am BFH
Der Bundespräsident hat Dr. Lars Loewens heute zum Richter am Bundesfinanzhof (BFH) ernannt. Loewens war zuvor Richter am Hessischen Finanzgericht, wo er seit 2016 hauptsächlich im Körperschaftsteuersenat tätig war und ab 2023 als Präsidialrichter fungierte. Zuvor arbeitete er in der hessischen Finanzverwaltung und als Rechtsanwalt mit steuerrechtlichem Schwerpunkt. Das Präsidium des BFH hat ihn dem II. Senat zugewiesen, der für Erbschaft- und Schenkungsteuer, Grunderwerbsteuer und Grundsteuer zuständig ist.
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DNK baut Steuerstrafrecht aus
DNK Rechtsanwälte hat Esther Seibt-Pfitzner zur Non-Equity-Partnerin ernannt. Sie war 2024 von GSK zu DNK gewechselt und hat das Steuerstrafrecht sowie das Energie- und Stromsteuerrecht bei DNK vorangetrieben. Zudem verstärkt Rechtsanwältin Katharina Schaffernicht als Associate das Münchner Team im Steuerstrafrecht. Sie wechselt von DvM Rechtsanwälte (vormals: von Máriássy Dr. von Stetten Degenhard Rill) zu DNK.
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AfD will Grundsteuer abschaffen
Die AfD-Fraktion fordert in einem Antrag (Ds. 21/4277) die vollständige Abschaffung der Grundsteuer zum Januar 2026. Betroffen wären sämtliche Grundstücke und Gebäude, unabhängig von ihrer Nutzung. Zudem soll das Grundgesetz geändert werden, um zu verhindern, dass Bundesländer eine eigene Grundsteuer erheben. Als Ausgleich für die wegfallenden kommunalen Einnahmen schlägt die Fraktion höhere Anteile am Aufkommen aus der Einkommen- und Umsatzsteuer vor.
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Februar 2026
Deloitte gründet EMEA-Gesellschaft
Deloitte bündelt ab Juni 2026 seine Aktivitäten in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika in einer neuen Gesellschaft. An Deloitte EMEA mit Sitz in Belgien sind 16 Mitgliedsfirmen aus über 80 Ländern beteiligt, die zusammen 132.000 Mitarbeitende beschäftigen und 20 Milliarden Euro Umsatz erzielen. Die Mitgliedsfirmen bleiben rechtlich eigenständig. Geplant sind Zusatzinvestitionen von über 1,5 Milliarden Euro in 4 Jahren, u. a. in KI und Cloud-Infrastrukturen. Volker Krug (Foto), CEO von Deloitte Deutschland, wird Deputy CEO der neuen Einheit. CEO wird Richard Houston.
Bundesregierung beschließt Aktionsplan gegen Organisierte Kriminalität
Das Bundeskabinett hat einen gemeinsamen Aktionsplan gegen Organisierte Kriminalität verabschiedet. Zoll und Bundeskriminalamt werden rechtlich, technisch und personell gestärkt. Kernpunkte sind verbesserte Finanzermittlungen nach dem „follow the money“-Prinzip, schnellere Einziehung verdächtiger Vermögenswerte sowie ein gemeinsames Kompetenzzentrum Geldwäsche von BKA und Zoll. Zudem werden ein Analyse- und Auswertezentrum „Rauschgift“ und eine Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift geschaffen.
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Rapp kehrt von Gibson Dunn zu Weil Gotshal zurück
Benjamin Rapp (43) wechselt von Gibson Dunn & Crutcher zurück zu Weil Gotshal & Manges, wo er die deutsche Steuerrechtspraxis leiten wird. Der Transaktionssteuerrechtler war zwei Jahre Partner im Frankfurter Büro von Gibson Dunn. Bei Weil war er bereits von 2017 bis 2023 tätig und wurde 2022 zum Partner ernannt. Er soll die Beratung an der Schnittstelle zu Corporate/M&A und Private Equity stärken. Rapp ist weltweit seit 2023 der 19. Partner, der zu Weil zurückkehrt.
EuG-Urteil: Änderung beim Vorsteuerabzug
Das Gericht der Europäischen Union (EuG) hat mit seinem Urteil vom 11. Februar 2026 (Rs. T-689/24) die Spielregeln für den Vorsteuerabzug geändert. Unternehmen können die Vorsteuer früher geltend machen – und zwar bereits im Leistungsmonat, selbst wenn die Rechnung erst später eingeht. Entscheidend ist nur, dass sie vor Abgabe der Umsatzsteuererklärung vorliegt. Geklagt hatte ein Unternehmen in Polen, das als Energie-Verrechnungsstelle für Gas und Strom tätig ist.
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Neo Kanzlei ernennt Partnerin
Miriam Wilde ist seit Januar 2026 Partnerin der Neo Kanzlei am Standort Cham. Sie begann ihre Laufbahn 2016 als Praktikantin bei Neo und entwickelte sich über Steuerassistentin zur Steuerberaterin. Seit 2023 ist sie am Standort Cham tätig. Ihre Schwerpunkte liegen in laufender steuerlicher Beratung und Jahresabschlusserstellung. Gemeinsam mit den Partnern Benjamin Hofmann, Michael Plänitz und Lukas Schmidberger wird sie die Weiterentwicklung des Standorts verantworten.
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