Damit ergänzt Lohr + Company (L+C) den Auftritt in Deutschland, der sich bislang auf die deutsche Andersen-Tochter in Berlin und Frankfurt beschränkte. Im internationalen Steuerrecht hat diese jedoch bislang keinen Schwerpunkt.
Für die Themen Global Mobility und Verrechnungspreise steht bei L+C hingegen der erfahrene Partner Stefan im Schlaa. Er hatte sein Geschäft in diesem Februar aus der von ihm gegründeten Boutique iSP Global Tax zu L+C überführt. Im Schlaas Kontakte zu Andersen waren nun auch der Ursprung der Zusammenarbeit.
L+C wurde im Jahr 2001 von Prof. Dr. Jörg-Andreas Lohr gegründet, der zuvor Partner bei Warth & Klein (heute Grant Thornton) war. Die Kanzlei mit Sitz in Düsseldorf und Präsenz in Österreich ist auf die Beratung von Großkonzernen, mittelständischen Familienunternehmen, Family Offices und vermögenden Privatpersonen spezialisiert. Der ganz überwiegende Teil des Geschäfts entfällt auf steuerliche Beratung, daneben bietet L+C auch Rechtsberatung und Wirtschaftsprüfung.
Fokus: Internationale Familienunternehmen
Andersen Global betont in einer Mitteilung, L+C bringe „starke Führung und tiefgreifende technische Expertise“ ein. Besonders die Erfahrung in der Beratung von Familienunternehmen bei komplexen internationalen Sachverhalten stärke die globale Plattform. Mark Vorsatz, globaler Chairman und CEO von Andersen, hebt hervor, die Zusammenarbeit erweitere die Fähigkeit des Netzwerks, Mandanten bei grenzüberschreitenden Regulierungsfragen zu unterstützen.
Andersen Global hatte 2025 in den USA einen mit rund 200 Millionen US-Dollar bewerteten Börsengang vollzogen. In Deutschland hat Andersen zuletzt allerdings Standorte konsolidiert: Das Kölner Büro, von dem aus die Wiederbelebung der Marke 2017 ausgegangen war, wurde 2024 geschlossen. Die Kanzlei konzentriert sich nun auf Berlin und Frankfurt am Main.