Branche

Elektronische Gerichtsakte

Ab dem Jahr 2026 ist die elektronische Akte für alle Gerichtsbarkeiten in Deutschland Pflicht. Für die Finanzgerichte in NRW endet die Papier-Ära bereits wesentlich früher: Seit gestern werden in Düsseldorf, Köln und Münster für alle neu eingehenden Verfahren nur noch elektronische Gerichtsakten angelegt. Harald Junker, Präsident des FG Düsseldorf, sprach mit JUVE Steuermarkt über die Vorteile der E-Akte, darüber, wie wie man die Steuerberater mit ins Boot holt sowie über die schleppende Digitalisierung der Finanzverwaltungen.

Auftritt des Kronzeugen

Im Prozess gegen ehemalige Aktienhändler der HypoVereinsbank sagt heute ein prominenter Zeuge aus. Der ehemalige Großkanzleianwalt spielte lange eine wesentliche Rolle in den Cum-Ex-Geschäften, um die es bei dem Prozess vor dem Landgericht Bonn geht. Heute gilt der Berater als Kronzeuge der Anklage und soll detaillierte Einblicke geben, wie das Netzwerk zwischen Banken, Brokern und Beratern funktioniert hat.

M&A-Versicherungen

Der Versicherungskonzern American International Group (AIG) hat sein Team im Bereich Warranty & Indemnity (W&I) in Europa ausgebaut. An den Standorten Frankfurt und München kamen drei Underwriter hinzu, darunter ein Steuerexperte.

TCMS-Umfrage

Moderne Tax Compliance Management Systeme (TCMS) sind ein Muss für große Konzerne. JUVE Steuermarkt hat sich unter den Steuerchefs im Dax umgehört: Auf dem Schirm haben alle das Thema – aber die Begeisterung, sich extern überprüfen und zertifizieren zu lassen, hält sich vielerorts in Grenzen.

Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet

Die Europäische Kommission ist unzufrieden mit der deutschen Steuerpolitik: Weil die Bundesrepublik Marktplatzbetreibern wie Amazon die Haftung für Umsatzsteuerzahlungen ihrer Dritthändler per Gesetz aufzwingt, hat Brüssel ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. Der EU ist das deutsche Gesetz zu hart, sie will die 2019 eingeführte Plattformhaftung wieder kippen.

HSBC Trinkaus & Burkhardt

Den steuerlichen Besonderheiten der Bankenwelt muss sich auch Joachim Zimmermann, Steuerchef von HSBC Trinkaus & Burkhardt, stellen. Im JUVE Steuermarkt-Interview spricht er über die Frage, ob Steuerabteilungen noch an das Finanzressort berichten sollten – und warum der Staat Banken besser nicht zu seinen Erfüllungsgehilfen macht.

JUVE Steuermarkt-Umfrage

Digitalisierung ist bei Steuerchefs in Deutschland derzeit in aller Munde – dies spiegelt sich auch in der erstmals durchgeführten JUVE Steuermarkt Inhouse-Umfrage wider, an der fast 70 Steuerchefs oder Steuerexperten in Leitungsfunktion teilnahmen. Doch die Steuerabteilungen gehen das Thema sehr unterschiedlich an.

Umsatzwachstum

Deloitte ist in Deutschland weiter auf Wachstumskurs: Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete die Big-Four-Gesellschaft insgesamt rund 1,71 Milliarden Euro Umsatz und übertrifft damit erstmals die 1,5-Milliarden-Euro-Marke. Die Steuerberatung wuchs dabei weiter kräftig, während die Umsätze in der Rechtsberatung stagnierten.

JUVE Steuermarkt-Umfrage

Die Mandatierung eines externen Beraters ist ein komplexes Thema – verlässt sich ein Steuerchef eher auf seine persönlichen Kontakte oder legt er Wert auf kompetitive Honorare? JUVE Steuermarkt hat daher erstmals Steuerchefs und leitende Mitarbeiter in Steuerabteilungen dazu befragt, was für sie bei der Mandatierung ihrer Berater wirklich zählt. Zahlreiche Leiterinnen und Leiter großer Steuerabteilungen geben dabei ausführlich Antwort auf die Frage, nach welchen Kriterien sie ihre Berater auswählen.

Berufsrechtsreform

Einige wesentliche Forderungen des Eckpunktepapiers zur BRAO-Reform stoßen bei Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) und Bundessteuerberaterkammer (BStBK) auf Ablehnung. Beide sehen zentrale Werte des Beratungsgeschäfts gefährdet, vor allem die Unabhängigkeit der Rechtsprechung und den Auftrag der Rechtspflege. Aber auch die zukünftige Bedeutung der Kammern als Aufsichtsorgan treibt sie um.

DAC 6

Nun macht die Bundesregierung schnell: Gestern hat das Kabinett dem Regierungsentwurf zur Einführung der Meldepflicht grenzüberschreitender Steuergestaltungsmodelle zugestimmt. Erst vor zwei Wochen hatte das Bundesfinanzministerium (BMF) seinen Referentenwurf veröffentlicht, der bei Kammern und Verbänden auf teils massive Kritik stieß - und das nicht nur wegen seines Inhalts.

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