Branche

Klimaforschung für Steuerberater

Steuerberater schauen hoffnungsvoll in die Zukunft. Das meldet die Steuerberater-Genossenschaft Datev in Kooperation mit dem Marktforschungsunternehmen GfK Gesellschaft für Konsumgüterforschung. Beide haben erste Ergebnisse des neu aufgelegten 'Branchenbarometers' für die deutsche Steuerberatung veröffentlicht. Damit gibt es nun erstmals nach dem Muster des 'ifo-Geschäftsklimaindex' einen Frühindikator speziell für die Steuerberaterbranche.

Premiere

Die zehn größten Steuerberatungsgesellschaften Deutschlands erwirtschafteten im vergangenen Geschäftsjahr in der Steuer- und Steuerrechtsberatung zusammen knapp zwei Milliarden Euro. Dies zeigt das vom Fachverlag JUVE erhobene, erstmalige Ranking der Top-10 hierzulande, in das ausschließlich die Umsätze in der Steuer- und Steuerrechtsberatung eingeflossen sind.

Bekannter Kopf

Seit Anfang April verstärkt Dr. Arno Probst (50) als Partner das Hamburger Büro von Deloitte. Der angesehene Steuerberater und Wirtschaftsprüfer kam von der Konkurrentin BDO. Bei der fünftgrößten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hierzulande war er langjähriges Vorstandsmitglied.

Wechsel in Frankfurt

Die mittelstandsorientierte Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft PKF Fasselt Schlage hat zum April Dr. Jan Wendland in ihr Frankfurter Steuerteam geholt. Der 37-Jährige stieg als Director ein, in Wirtschaftskanzleien ist dies mit der Salary-Partnerschaft vergleichbar. In den vergangenen acht Jahren war er für KPMG tätig, zuletzt als Senior Manager im Team für International Tax.

Schwerer Schlag

Flick Gocke Schaumburg steht JUVE-Informationen zufolge in Berlin vor dem Verlust von knapp der Hälfte ihres Büros. Besonders bitter für die Kanzlei: Ausgerechnet die jüngeren Motoren des starken Hauptstadtteams, die Partner Dr. Helder Schnittker (46) und Dr. Peter Möllmann (37), wollen ihr den Rücken kehren und sich samt ihres rund zehnköpfigen Teams selbstständig machen.

Best of JUVE Steuermarkt

PCs von Siemens findet man nur noch im Museum. Die Steuerabteilung des Konzerns soll dagegen zur Avantgarde werden – mithilfe künstlicher Intelligenz. Dafür startete ihr Chef Christian Kaeser eine große Ausschreibung. Der Kampf der Bewerber um das Prestigemandat zeigt: Kaesers Idee könnte Steuerabteilungen insgesamt nachhaltig verändern und nicht nur den Big Four zugleich neue Märkte öffnen.

Nächster Wechsel

Der erfahrene Steuerrechtler Dr. Adalbert Rödding schließt sich dem Kölner Büro von Görg an. Der 46-Jährige wechselt zum Ende des Geschäftsjahres, Ende April, von Freshfields Bruckhaus Deringer und folgt damit seinem langjährigen Partnerkollegen Dr. Oliver von Rosenberg (51).

Außerplanmäßig

PwC Legal, der Rechtsarm der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers, bekommt einen neuen Leiter des Deutschlandgeschäfts: Der renommierte Steuerrechtler und Verrechnungspreisexperte Prof. Dr. Heinz-Klaus Kroppen übernimmt nach JUVE-Informationen die Führung der Gesellschaft. Der 56-Jährige folgt auf Dr. Hans-Ulrich Lauermann (49), der das Amt aus persönlichen Gründen aufgeben muss. Lauermann hatte den Posten erst vor knapp einem Jahr übernommen.

Audi

Axel Dewitz (40), bislang Leiter für Beteiligungskonzepte/M&A bei der Volkswagen-Tochter Audi, wird zum April Leiter der Abteilung für Steuern, Zölle und M&A. Er löst den langjährigen Steuerchef Karl-Heinz Drefs (64) ab, der in Ru

Commerzbank-Urteil

Es ist der bisher wohl weitreichendste Richterspruch zu früheren Cum-Ex-Aktiendeals hierzulande: Das Urteil, mit dem das Hessische Finanzgericht vor einer Woche eine Klage der Commerzbank auf Erstattung von Kapitalertragsteuern aus Cum-Ex-Geschäften abgewiesen hatte, wurde Anfang der Woche veröffentlicht (4K 977/14). Der 4. Senat entzieht darin mit seiner Begründung den bis 2012 vollzogenen Transaktionen faktisch in wohl jeglicher Konstellation den Boden. Er thematisiert dabei explizit auch die Rolle inländischer depotführender Banken. In konkreten Fall war dies die Deutsche Bank.

Vorwurf Steuerhinterziehung

Die sogenannte Sommermärchen-Affäre rund um die Vergabe der Weltmeisterschaft 2006 beim DFB könnte den Verband noch weit teurer zu stehen kommen als ohnehin schon. In einem Zwischenbericht wertet das Finanzamt Frankfurt die damaligen finanziellen Unregelmäßigkeiten als schwere Steuerhinterziehung. Die Steuerstrafrechtler an der Seite des DFB und dessen ehemaliger Führungsriege kritisieren diese Einschätzung scharf.

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