Meinung

Kommentar

Während meines Studiums vor zwanzig Jahren war es die höchste Ehre für Studierende, wenn sie als Teil der Berufungskommission mit über die Neubesetzung eines Lehrstuhls entscheiden konnten: Zig Zeitschriftenartikel wurden durchforstet, Monographien gewälzt und Beiträge in Festschriften und Sammelbänden durchgesehen. In der betriebswirtschaftlichen Steuerlehre findet davon heute offenbar nichts mehr statt – und das hat schwerwiegende Nachteile.

Studium & Wissenschaft

Im Juni sprach JUVE Steuermarkt mit dem Kölner Empiriker Professor Dr. Michael Overesch über die Zukunft der betriebswirtschaftlichen Steuerlehre. Nun haben sich die beiden normativ arbeitenden Wissenschaftler Professor Dr. Stephan Meyering (FernUniversität in Hagen) und Professor Dr. Guido Förster (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) zu Wort gemeldet. Sie warnen davor, dass die Steuerlehre ihr wichtigstes Instrument verlieren könnte – das Aufstellen von Modellen.

Hella Schmidt-Naschke im Gespräch

Die Deutsche Bahn steht vor gewaltigen Herausforderungen. Auch wenn Steuerchefin Dr. Hella Schmidt-Naschke nicht unmittelbar vom Tagesgeschäft betroffen ist, gilt dies auch für ihre Abteilung. Ein Gespräch über die Besonderheit der Deutschen Bahn als Unternehmen, schlechte Kommunikation der Finanzbehörden und darüber, wieso die Digitalisierung nicht weniger, sondern mehr Arbeit verursacht.

Kommentar

Die Beziehung zwischen Mandanten und ihren Beratungshäusern ist laut JUVE Steuermarkt-Inhouse-Umfrage gut. Die Steuerfunktionsleitenden zeigen sich sowohl fachlich als auch organisatorisch zufrieden. Doch die Marktveränderungen könnten das gute Verhältnis auf den Prüfstand stellen, meint Daniel Lehmann.

Kommentar ZuFinG

Ein wichtiger Bestandteil der Energiewende ist die Dezentralisierung der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energie-Anlagen. Mit dem Zukunftsfinanzierungs- (ZuFinG) und Wachstumschancengesetz will die Bundesregierung diesen Markt für Immobilienfonds und Immobiliengesellschaften öffnen. Der Immobilienbranche geht es aber um das schnelle Geld – damit stellt sie sogar die Versorgungssicherheit in Frage.

Juve Inhouse Steuern

Was kann KI für eine Inhouse-Steuerabteilung leisten? Um das herauszufinden macht der schwäbische Maschinenbaukonzern Voith ernst und entwickelt auf Basis von OpenAI und der Technologie von ChatGPT eine eigene Anwendung, die nicht nur die Arbeit in der Steuerfunktion erleichtern soll. Steuerliches Wissen soll im ganzen Konzern abrufbar sein. JUVE Steuermarkt sprach mit Voith-Steuerchef Wolf-Dieter Mangold.

Drei Fragen am Rande

Madeleine Kockrow (26) ist Senior Associate in der steuerlichen Grundsatzabteilung von PricewaterhouseCoopers in Berlin. Ihre Schwerpunkte liegen in der Nachhaltigkeitsberichtserstattung sowie bei steuerlichen Transparenzpflichten. Aktuell bereitet sie sich auf das Zweite Staatsexamen vor.

Kommentar zum Netzwerk-Ringtausch

Ein Fall für Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews: Das Durcheinander um ‚Ebner Stolz Mönning Bachem wird zu RSM, Teile von RSM werden zu dhpg, Ebner Stolz und dhpg verlassen Nexia, und andere Teile von RSM werden zu Nexia‘ wirft viele Fragen auf. Gelegenheiten zu ergreifen, wenn sie da sind, ist sicher eine kluge Sache. Aber strategische Erwägungen dürfen trotzdem nicht fehlen.

Drei Fragen am Rande

Prof. Dr. Jens Schönfeld (53) ist Partner bei Flick Gocke Schaumburg in Bonn. Als Steueranwalt liegt sein Schwerpunkt auf internationalem Steuerrecht, Unternehmenssteuerrecht sowie grenzüberschreitender Nachfolgeplanung. Schönfeld ist Honorarprofessor an der Universität Osnabrück.

Streitgespräch

Alle sollen ihren fairen Anteil an Steuern zahlen. Ein Satz, den wohl jeder sofort unterschreiben würde. Aber wann ist ein Anteil eigentlich fair? Und darf man hier überhaupt moralisch argumentieren? Christine Osterloh-Konrad, Professorin an der Universität Tübingen, und Gerhard Schick, Vorstand des Vereins Bürgerbewegung Finanzwende, sind sich in dieser Frage uneins. Ein Streitgespräch über die Kriminalisierung von Steuerpflichtigen, die Rolle des Staates und über Berater als vermeintliche Nestbeschmutzer.

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