Cum-Ex

  Juve Plus Teure Cum-Ex-Geschäfte

In dieser Woche beginnt vor dem Landgericht Bonn der erste Strafprozess in Sachen Cum-Ex. Er soll klären, ob die Aktiengeschäfte rund um den Dividenstichtag strafbar waren oder nicht. Zwei Händler der HypoVereinsbank sitzen auf der Anklagebank. Doch hinter ihnen müssen nun auch eine Bank und vier Kapitalverwaltungsgesellschaften Platz nehmen. Sie wurden am Verfahren beteiligt. Im Zweifel sollen sie für den Schaden, der mit den Cum-Ex-Geschäften angerichtet wurde, gerade stehen.

Beraterhaftung & Cum-Ex

50 Millionen Euro zahlt Freshfields nach einem Vergleich mit dem Insolvenzverwalter der Maple Bank. Die Causa zeigt, dass auch die Berater in Anspruch genommen werden, die nicht unmittelbar mit der Strukturierung sogenannter Cum-Ex-Geschäfte betraut waren. Auch in einem anderen Fall sorgte das Thema Beraterhaftung im Zusammenhang mit Cum-Ex-Geschäften zuletzt für Aufregung.

Vergleich

Freshfields Bruckhaus Deringer hat sich mit dem Insolvenzverwalter der ehemaligen Maple Bank, Dr. Michael Frege von CMS Hasche Sigle, auf einen Vergleich geeinigt. Freshfields wird rund 50 Millionen Euro in den Insolvenztopf einzahlen. Dies wurde auf der Gläubigerversammlung der Maple Bank heute in Frankfurt bekannt. Frege hatte Freshfields aufgrund ihrer Beratung zu Cum-Ex-Deals der Bank auf mindestens 95 Millionen Euro verklagt.

Cum-Ex-Skandal

Die Polizei hat bei der Deutsche-Börse-Tochter Clearstream am Dienstag Büros durchsucht. Es geht um Aktiengeschäfte zu Lasten der Steuerzahler, die als Cum-Ex-Deals bekannt sind. Strafrechtlich wird die Tochter der Deutschen Börse im Cum-Ex-Komplex nach JUVE-Informationen von der Strafrechtskanzlei Ufer Knauer beraten.

Hanno Berger

Viele halten ihn für den Mastermind hinter den Cum-Ex-Deals, die mittlerweile als einer der größten Steuerskandale der deutschen Geschichte gelten. Im Interview mit JUVE Steuermarkt antwortet Dr. Hanno Berger auf seine Kritiker – und nimmt Stellung zum jüngsten Urteil des Finanzgerichts Köln in Sachen Cum-Ex.

Reaktion auf Cum-Ex-Urteil

Er gilt als einer der schärfsten Kritiker der Cum-Ex-Gestaltungen: Prof. Dr. Christoph Spengel. Im JUVE-Interview erklärt der 55-jährige Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftliche Steuerlehre II an der Universität Mannheim, warum das vor einer Woche gefällte Musterurteil des FG Köln richtig war.

  Juve Plus Cum-Ex-Urteil des FG Köln

27 Millionen Euro will sich der US-Fonds KK Law Firm Retirement Plan Trust von der deutschen Staatskasse erstatten lassen – und das über ein Geschäft, das heute weitestgehend als unrechtmäßig gilt. Doch das Finanzgericht Köln wies heute die Klage auf Steuerrückerstattung ab. Der Vorsitzende Richter Benno Scharpenberg fand zugleich deutliche Worte für das System Cum-Ex.

  Juve Plus Bonn

Im Steuerskandal um hoch umstrittene Cum-Ex-Aktiendeals kommt es zu einem ersten Gerichtsverfahren. Das Landgericht Bonn hat die Anklage der Kölner Staatsanwaltschaft gegen zwei ehemalige Händler der HypoVereinsbank zugelassen. Es ist das erste Verfahren, in dem sich die Akteure der umstrittenen Geschäfte verantworten müssen.

Frankfurt

Im Steuerskandal um umstrittene Cum-Ex-Aktiengeschäfte haben Ermittler zum dritten Mal Räume von Freshfields Bruckhaus Deringer in Frankfurt durchsucht. Wie erst heute bekannt wurde, nahmen am vergangenen Donnerstag Staatsanwälte und Steuerfahnder zudem den Arbeitsplatz eines Mitarbeiters bei einem Fondsanbieter in Frankfurt sowie die Wohnung eines Beschuldigten im Hochtaunuskreis unter die Lupe.

Cum-Ex-Skandal

Die Staatsanwaltschaft Köln hat ihre Ermittlungen gegen die Deutsche Bank im Zusammenhang mit umstrittenen Cum-Ex-Steuerdeals ausgeweitet. So hat sie nun Ermittlungen gegen "weitere ehemalige und aktuelle Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder eingeleitet", wie ein Sprecher des Geldhauses am Donnerstagabend bestätigte.

Cum-Ex-Kronzeugen

Schwere Steuerhinterziehung wirft die Staatsanwaltschaft in Köln zwei ehemaligen Händlern der HypoVereinsbank, Martin S. und Nickolas D., vor. Sie sollen bei so genannten Cum-Ex-Deals mitgemacht haben. Die beiden Briten können jedoch auf milde Strafen hoffen, weil sie in den Ermittlungen umfangreich ausgesagt haben.