Meinung

Juve Karriere Steuern

Allein aufgrund des Fachkräftemangels müssen sowohl Beratungsgesellschaften als auch Steuerfunktionen immer stärker auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen, die weder Juristen noch Steuerberater sind – also auf sogenannte Nicht-Berufsträger. In unserer Mini-Serie „Gerne ohne Titel“ stellen wir Ihnen fünf junge Menschen vor, die zwar keine Steuerberater sind, aber mittlerweile genauso wichtig für die Zukunft der Branche. Anna-Laura Jermanns von Bayer bildet den zweiten Teil unserer Reihe.

Juve Karriere Steuern

Allein aufgrund des Fachkräftemangels müssen sowohl Beratungsgesellschaften als auch Steuerfunktionen immer stärker auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen, die weder Juristen noch Steuerberater sind – also auf sogenannte Nicht-Berufsträger. In unserer Mini-Serie "Gerne ohne Titel" stellen wir Ihnen fünf junge Menschen vor, die zwar keine Steuerberater sind, aber mittlerweile genauso wichtig für die Zukunft der Branche. Den Anfang macht Christian Heller von der Steuerkanzlei GKK in München.

Kommentar

Wenn der Steuerchef von Deutschlands Vorzeige-Industrieunternehmen Vorstand eines Beratungsunternehmens wird, dann ist dies weder Zufall noch rein persönliche Karriereplanung. Dass Tim Zech den WTS-Vorstand erweitert, ist Ausdruck einer bestimmten Unternehmensstrategie.

EY & Umsätze

Ernst & Young (EY) hat vergangene Woche die Geschäftszahlen vorgestellt: Um 14 Prozent hat die Steuerberatung beim Branchenprimus zugelegt. Im Gespräch mit JUVE Steuermarkt spricht EY-Steuerchef Alexander Reiter über Gründe für das Wachstum – und gibt sich zurückhaltend, was das laufende Geschäftsjahr angeht.

Drei Fragen am Rande

Dr. Martin Friedberg ist Fachanwalt für Steuerrecht und Steuerberater. Er ist seit 2014 für CMS tätig und wurde 2023 zum Partner ernannt. Er berät vornehmlich zu Steuerstrukturierungen bei Transaktionen im Private-Equity-Bereich, z.B. in der Telekommunikations- und Medienbranche sowie in der Immobilienwirtschaft.

Tax-Tech-Essay

WTS und Peters Schönberger & Partner (PSP) gründen ein KI-Joint-Venture, das die Branche auf Trapp bringen kann. Denn es erlaubt Steuerfunktionen den Bau eigener generativer KI-Anwendungen. So setzt es Beratungsgesellschaften und Tool-Anbieter unter Druck, weil es deren Kunden zu Königen macht.

Digitalisierung

Seit mehr als 15 Jahren arbeiten Bund und Länder an dem Vorhaben Konsens. Das Ziel: die Entwicklung einer einheitlichen Software für die Steuerverwaltung. Einem Medienbericht zufolge will sich das Bundesfinanzministerium künftig aus der Konsens-Leitung zurückziehen. JUVE Steuermarkt hat nachgefragt bei Dr. Daniel Schaebs, Angehöriger der Berliner Steuerverwaltung und Lehrbeauftragter an mehreren Hochschulen. Schaebs, der sich u.a. in seiner Dissertation intensiv mit der digitalen Transformation der Steuerverwaltung beschäftigt hat, spricht in nicht-dienstlicher Eigenschaft.

Kommentar

Nach dem Karlsruher Urteil zur Schuldenbremse sind die Würfel in Sachen Mehrwertsteuererhöhung für die Gastronomie endgültig gefallen. Die Ampel muss sparen. Doch so manche Vorkämpfer für die angeblich gerechte Sache eines geringeren Umsatzsteuersatzes für die Bewirtung durch Speis und Trank sparen noch an etwas anderem: der Deklaration von Eigeninteresse. So wie Metrochef Dr. Steffen Greubel.

Drei Fragen am Rande

Enrico Przybilla ist seit Oktober Head of Tax beim Online-Modehändler About You in Hamburg. Vor seinem Wechsel war der 36-Jährige, der einen Schwerpunkt auf die Themen Umsatzsteuer, Tax Technology und steuerliche Prozessberatung setzt, als Senior Manager bei der Tax-Tech-Boutique Greenfield beschäftigt.

Recruiting

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat mit dem geplanten Genderverbot einen Stein ins Rollen gebracht, der auch die Steuerbranche betreffen könnte. Denn viele Einheiten nutzen vor allem beim Employer-Branding gendergerechte Sprache. Sollte dies im Umgang mit Hochschulen verboten werden, müssten sich die Beratungsgesellschaften entscheiden: Werte hochhalten oder Recruitingkanäle nutzen?