Cum-Ex

Maple Bank

Das Landgericht Frankfurt hat nach JUVE-Informationen im Maple-Bank-Komplex das Verfahren gegen drei der Angeklagten abgetrennt: Dr. Ulf Johannemann, ein weiterer ehemaliger Partner von Freshfields Bruckhaus Deringer sowie einer der angeklagten ehemaligen Bankvorstände werden zum Prozessstart im Mai nicht mit auf der Anklagebank sitzen. Es geht in dem Verfahren um Cum-Ex-Geschäfte, die die Maple Bank schließlich in die Insolvenz trieben. Ein Gerichtssprecher wollte diese Informationen „derzeit nicht bestätigen“.

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Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat das Cum-Ex-Verfahren gegen Freshfields Bruckhaus Deringer eingestellt. Dies hat ein Sprecher der Behörde gegenüber JUVE bestätigt. Die Kanzlei hatte zuvor 10 Millionen Euro an die hessischen Finanzbehörden gezahlt.

Bonner Cum-Ex-Verfahren

Nach Wiesbaden ist eine weitere Anklage gegen Dr. Hanno Berger in Sachen Cum-Ex zur Hauptverhandlung zugelassen. Das hat das Bonner Landgericht mitgeteilt. Die Staatsanwaltschaft Köln beschuldigt Berger der besonders schweren Steuerhinterziehung. Wie nun bekannt wurde, setzt Berger in beiden Verfahrenskomplexen nicht mehr auf Prof. Dr. Gerson Trüg.

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Ein weiteres Kapitel in der Cum-Ex-Aufarbeitung ist aufgeschlagen. Dr. Ulf Johannemann und ein weiterer ehemaliger Steuer-Partner von Freshfields Bruckhaus Deringer werden sich mit sechs ehemaligen Mitarbeitern der insolventen Maple Bank vor dem Landgericht Frankfurt verantworten müssen. Das Gericht hat Anklagen der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet. Dort wird einer der Freshfields-Anwälte mit einem neuen Verteidiger antreten.

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Es geht weiter in Sachen Cum-Ex: Gestern hat das Landgericht Bonn bekanntgegeben, die Hauptverhandlung gegen vier frühere Mitarbeiter der Privatbank M.M. Warburg zuzulassen. Die Staatsanwaltschaft Köln wirft den Angeklagten vor, sich an Cum-Ex-Geschäften beteiligt zu haben. Das LG Bonn hat die Verfahren getrennt: Zunächst muss nur Christian S., Ex-Generalbevollmächtigter der Warburg-Bank, auf der Anklagebank Platz nehmen.

  Juve Plus Prozess in Stuttgart

Der Insolvenzverwalter der Maple Bank hat die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Ernst & Young auf 195 Millionen Euro Schadensersatz verklagt. Er wirft ihr falsche Beratung bei den umstrittenen Cum-Ex-Geschäften zu Lasten der Staatskasse vor. Die 27. Zivilkammer am Landgericht Stuttgart, eine Spezialkammer für Steuerberater- und Wirtschaftsprüferhaftung, verhandelte den Fall gestern.

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Im Streit um Schadensersatzforderungen aus so genannten Cum-Ex-Geschäften hat es erneut ein Urteil gegeben: Das LG Frankfurt wies eine Schadensersatzklage der Hamburger Warburg Bank gegen die Deutsche Bank ab. „Die Privatbank Warburg ist originäre Steuerschuldnerin und hat die Steuern daher auch im Verhältnis zur Deutschen Bank primär zu tragen“, entschied das Gericht.

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Bundesfinanzminister Olaf Scholz plädiert dafür, Freshfields Bruckhaus Deringer keine Mandate mehr zu erteilen. Dies hat er in der heutigen Debatte des Deutschen Bundestags deutlich gemacht, die sich unter anderem um den Cum-Ex-Skandal drehte.

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Das Schweizer Bundesgericht hat die Bank J. Safra Sarasin zu Schadensersatz für Cum-Ex-Falschberatung verurteilt. Sarasin muss der Vermögensverwaltungsfirma von Clemens Tönnies knapp 900.000 Euro zuzüglich Zinsen zahlen. Tönnies' Kapitalgesellschaft hatte rund eine Million Euro in den Luxemburger Cum-Ex-Fonds Sheridan eingezahlt, nur ein Bruchteil floss zurück.

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Die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt hat in Sachen Cum-Ex Anklage gegen einen weiteren ehemaligen Freshfields-Partner erhoben. Sie wirft dem Steuerrechtler Beihilfe zur schweren Steuerhinterziehung vor. Dabei geht es um die Maple-Bank, die er gemeinsam mit Ex-Steuerpartner Dr. Ulf Johannemann beraten hatte. Die Anklage soll zu der bereits bestehenden Maple-Bank-Anklage hinzugefügt werden.

Über zu wenig Arbeit konnten sich Steuerexperten in den vergangenen zwölf Monaten nicht beschweren. Vielmehr versuchen gerade die Next Ten und regionale Mittelständler, mit der Transformation ihrer Mandanten Schritt zu halten – die zunehmend auch die Beraterlandschaft erfasst. Bei den Anwaltskanzleien ist derweil Cum-Ex ein beherrschendes Thema. Doch nun stellt die Corona-Krise alles in den Schatten.