Umsätze

Steuerumsatz

Ernst & Young hat ihre Position als größte Steuerberatungsgesellschaft Deutschlands im Geschäftsjahr 2019/20 nochmals ausgebaut. Insgesamt vereinnahmte sie in der Steuersparte zum Geschäftsjahresende am 30.06.2020 über 680 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit stellte EY die anderen Big-Four-Gesellschaften in den Schatten. Die Steuereinnahmen sprießen zudem im Vergleich zum EY-Gesamtumsatz überdurchschnittlich: Insgesamt war EY in Deutschland nur um 2,1 Prozent auf 2,15 Milliarden Euro gewachsen, wie die Gesellschaft in der vergangenen Woche mitteilte.

Umsatz

Mazars hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2019/20 um 15,1 Prozent auf 181,8 Millionen Euro gesteigert. Damit setzt sich die Next-Six-Gesellschaft noch ein Stück weiter von ihrer unmittelbaren Verfolgerin Warth & Klein Grant Thornton ab und dürfte somit die Nummer Neun unter Deutschlands größten Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften bleiben. Besonders starke Wachstumsraten verzeichnete Mazars in der Steuer- und der Rechtsberatung.

Umsatz

Die steuerzentrierte Großkanzlei Flick Gocke Schaumburg hat im Geschäftsjahr 2020 rund 22 Prozent mehr Einnahmen erzielt als im Vorjahr. Mit diesem Plus setzt sie sich an die Spitze der großen Steuerberatungsgesellschaften, die bislang ihre Zahlen vorgelegt haben.

Umsatzplus

Die Next-Six-Gesellschaft Warth & Klein Grant Thornton hat ihren Umsatz erneut gesteigert. Im Ende September 2020 abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete das Beratungshaus insgesamt 147 Millionen Euro (Vorjahr: 137 Millionen Euro), was einem Umsatzwachstum von 7,4 Prozent entspricht. Der kräftigste Wachstumstreiber war dabei die Steuerberatung.

Umsatz

Als dritte der Big Four hat KPMG kurz vor Weihnachten ihre Jahreszahlen vorgelegt. Wie auch die Wettbewerber PricewaterhouseCoopers und Deloitte spürt KPMG die Auswirkungen der Corona-Pandemie, insbesondere in der Unternehmensberatung. Steuer- und Rechtsberatung wuchsen am stärksten.

Umsatzzahlen

PricewaterhouseCoopers hat nach Deloitte als zweite der Big-Four-Gesellschaften ihre Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2019/20 vorgelegt. Im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete PwC eine Gesamtleistung von 2,35 Milliarden Euro, was einem Plus von 1,5 Prozent entspricht. Damit wuchs die Gesellschaft wesentlich schwächer als in den Jahren davor. Das gilt auch für die Steuer- und Rechtsberatung. Hier erzielte PwC eine Gesamtleistung von 569,5 Millionen Euro (Vorjahr: 565,5 Mio. Euro), was einer Steigerung von 0,7 Prozent entspricht.

Auch wegen Corona

Deloitte wächst weiter, allerdings deutlich langsamer als in den Vorjahren: Insgesamt stand im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Umsatz von 1,69 Milliarden Euro zu Buche, was einem Wachstum von rund 3 Prozent entspricht. Im vergangenen Jahr hatte Deloitte hierzulande insgesamt rund 1,64 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Es läuft

Die Steuerberatungsgesellschaft WTS hat im vergangenen, zum 30. Juni abgeschlossenen Geschäftsjahr 2019/20 einen Gesamtumsatz von 168,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Wachstum von 11 Prozent. In der Steuerberatung kam WTS auf 140,3 Millionen Euro, was ebenfalls ein Umsatzplus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

München

Ebner Stolz Mönning Bachem verstärkt ihre Steuer- und Rechtsberatungspraxis im Münchner Büro: Der Umsatzsteuerspezialist Dr. Sandro Nücken war bislang Managing Associate bei KMLZ in München und erweitert ab Oktober die Partnerriege der Next-Ten-Gesellschaft.

  Juve Plus Vorläufige Eigenverwaltung

Der Umsatzsteueranspruch für ein Unternehmen, das sich in einer vorläufigen Eigenverwaltung befindet, stellt keine Masseverbindlichkeit dar. Das hat kürzlich der Bundesfinanzhof entschieden. Das oberste deutsche Steuergericht urteilte damit zugunsten der Klägerin, dem Modehaus Jacobi. Dieses hatte gegen das zuständige Finanzamt geklagt, welches nach Insolvenzeröffnung die Umsatzsteuer aus dem Zeitraum der vorläufigen Eigenverwaltung als Masseverbindlichkeiten durch Steuerbescheid festgesetzt hatte. Jacobi hatte 2017 Insolvenz beantragt.

Markt 2019

Die 25 größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Deutschlands sind im Geschäftsjahr 2019 im Durchschnitt um 6,5 Prozent gewachsen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie des Marktanalyse-Unternehmens Lünendonk & Hossenfelder. Auffällig: Während bei den Big Four das Advisory-Geschäft mittlerweile die umsatzstärkste Säule ist, bleibt im Gesamtmarkt die Steuerberatung die wichtigste Einnahmequelle.