Tax Technology

Künstliche Intelligenz

In Sachen KI werden Softwaregigant Microsoft und die Big-Four-Gesellschaft KPMG zukünftig gemeinsame Wege gehen. Ein milliardenschweres Investment in den nächsten fünf Jahren soll KPMG innerhalb der Cloud- und KI-Services voranbringen, wie KPMG heute bekannt gab.

Im Gespräch

Gut gelaunt empfängt Fritz Esterer seinen Besuch in der Münchner WTS-Zentrale. Sichtlich stolz ist der Vorstandsvorsitzende der Steuerberatungsgesellschaft auf die Räumlichkeiten, die WTS im Winter vergangenen Jahres bezogen hat – und natürlich auch auf das Geschäft seiner Einheit. Im Interview mit JUVE Steuermarkt erklärt Esterer, warum er manchmal lieber Techniker als Steuerberater einstellt, welche Rolle künstliche Intelligenz in der Beratung künftig einnehmen wird und wieso die Grenzen des Wachstums im Steuermarkt zwar für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, nicht aber für WTS gelten.

Finanzgerichtsverfahren

E-Akte, elektronischer Rechtsverkehr, hybride Verhandlungen: Die Digitalisierung der Finanzgerichte ist in vollem Gange. Und sie beeinflusst auch die Arbeit der Berater. Zwar gelten die Finanzgerichte als Pioniere, aber auch sie sind nicht alle gleich weit in Sachen Digitalisierung. Und wohin die Reise bei mündlichen Erörterungen und Verhandlungen geht, ist noch offen.

Weiterentwicklung Elster

Die Steuererklärung über das staatliche Online-Portal "Elster" soll künftig auch mit dem Handy möglich sein. Wie Luise Hölscher, Staatssekretärin im Bundesministerium der Finanzen (BMF), am Freitag in Münster der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zum Abschluss einer zweitägigen Länderfinanzministerkonferenz mitteilte, arbeitet das Ministerium derzeit an App-Lösungen.  

Abspaltung

Nur zwei Jahre nach Kanzleigründung kehren gleich drei Berater der Steuer- und Technologiekanzlei 3T.Law den Rücken. Zum 1. Juni haben sich Manuel Brühl (43), Dr. Arno Malcher (48) und Dr. Simon Sabel (42) unter dem Namen Wallberg in München selbstständig gemacht.

Essay

PricewaterhouseCoopers (PwC) will über eine Milliarde Dollar in die Entwicklung von GPT-Technologie stecken. Damit ändert sich alles. Die Summe hat das Volumen eines echten Gamechangers, die Technologie das Potenzial dazu und die Taktik in der Anwendung ist innovativ.  Doch das Potenzial birgt Risiken – für PwC und die gesamte Branche.

Digitalisierung

Nordrhein-Westfalen will bis Jahresende die E-Akte in allen Finanzämtern des Bundeslandes einführen. Die Frist für die Umstellung auf die digitale Aktenführung endet im Dezember 2025.

Generative KI

Die Big-Four-Gesellschaft PricewaterhouseCoopers will weit über eine Milliarde Dollar in generative KI und GPT 4 stecken. Auch in Europa sind große Investitionen geplant. Pilotprojekte mit selbst trainierten Daten von deutschen juristischen Fachverlagen sollen kurz vor dem Launch stehen.

Kommentar

Viele haben Angst vor künstlicher Intelligenz, andere belächeln sie. KI könnte zu Massenarbeitslosigkeit führen oder sei unnötig, argumentieren Kritiker. Für Steuerberatungsgesellschaften, die trotz guter Wachstumsraten derzeit an ihre Grenzen stoßen, ist sie notwendig.

ChatGPT und Datenschutz

Am Freitag ging die Nachricht der Sperrung von ChatGPT durch die italienischen Behörden wie ein Schock durch die KI-Szene. Ist damit der KI-Hype in der Steuerbranche schon wieder vorbei? JUVE Steuermarkt sprach mit Stefan Groß, Partner bei Peters Schönberger & Partner in München.