Steuerpolitik

Tax Ethics Committee bei Dentons

Cum-Ex, Panama Papers oder Pandora Papers - immer öfter geraden Beratungsgesellschaften bei Steuerskandalen ins Visier der Öffentlichkeit und manchmal auch der Strafbehörden. Die Dentons-Partner Sandra Hazan aus Paris und Michael Graf aus Frankfurt wollen das nicht länger hinnehmen. Im Interview mit JUVE Steuermarkt sprechen die beiden darüber, dass Steuerrecht nicht immer etwas mit Fairness zu tun hat und warum Dentons ein Tax Ethics Committee braucht.

ICAP

Immer komplexere Unternehmensstrukturen, immer mehr Streitverfahren: Für multinationale Unternehmen und die Finanzverwaltungen wird die internationale Besteuerung zunehmend zum Problem. Abhilfe soll ein neues Verfahren der OECD schaffen – ICAP. Die Praxiserfahrungen aus dem ersten Probelauf mit deutscher Beteiligung lassen Steuerchefs auf mehr Sicherheit und schnellere Abwicklung hoffen. Doch bevor das Projekt zum Erfolg wird, muss noch an vielen Stellschrauben gedreht werden.

Zoll und Außenhandel

Mangelhafte Zollprozesse sorgen häufig dafür, dass Unternehmen mögliches Einsparpotenzial nicht nutzen oder sich Haftungsrisiken aussetzen. Oft sind mangelndes Bewusstsein der Geschäftsführung oder eine defizitäre Kommunikation zwischen Zoll- und Einkaufsabteilung der Grund, meint Francine Dammholz, Geschäftsführerin der Beratungsgesellschaft Zollcoaching. Die ehemalige Zöllnerin ist seit Jahresbeginn zudem Senatorin im Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA).

Public CbCR

Zukünftig müssen Country-by-Country Reportings (CbCR) öffentlich gemacht werden – das hat die Europäische Union (EU) beschlossen. Wer davon überhaupt betroffen ist und was sich die EU davon verspricht, erläutert Axel Eigelshoven, Verrechnungspreispartner bei PricewaterhouseCoopers (PwC) in Düsseldorf, im Interview.

  Juve Plus Hannover

Nächste Runde im Streit um die Gründung einer Tax Law Clinic an der Leibniz Universität Hannover: Das Amtsgericht Hannover lehnte Ende Oktober die Gründung des Vereins für den Betrieb der Tax Law Clinic ab, wie jetzt bekannt wurde. Der Verein geht nun mit einer Beschwerde beim Amtsgericht gegen diese Entscheidung vor.

Mentoring-Programm

Seit 2007 leitet Prof. Dr. Alexander Barth das Institut für Akademische Fortbildung (IAF). Im Interview spricht der Hochschullehrer der Leuphana Universität Lüneburg über die Notwendigkeit eines privaten Mentoring-Programms für den steuerberatenden Mittelstand, die fehlende Akademisierung des Steuerrechts in Deutschland und darüber, wieso viele Studierende die Big Four erst gar nicht als Arbeitgeber in Betracht ziehen.

Ampel-Koalition

Kaum eine Frage wird derzeit so intensiv diskutiert wie die nach ‚Ampel‘ oder ‚Jamaika‘. Grüne und FDP haben in der Hand, welche Koalition Deutschland in den kommenden Jahren regieren wird. Dabei liegen beide Parteien programmatisch weit auseinander – insbesondere in der Steuerpolitik. Im Interview diskutieren Prof. Dr. Dominika Langenmayr von der Universität Eichstätt-Ingolstadt und DIW-Steuerexperte Dr. Stefan Bach über Kompromisse bei der Erbschaftsteuer, unnötig komplizierte Gesetze und darüber, wieso man nicht alles glauben darf, was in Wahlprogrammen steht.

Internationale Steuern

Deutschland und die anderen führenden Wirtschaftsmächte fordern eine schnelle Umsetzung der Reform der internationalen Unternehmensbesteuerung. Man rufe dazu auf, zügig die notwendigen Vorschriften und Instrumente zu entwickeln, heißt in der Abschlusserklärung zu dem Spitzentreffen in Rom. Es gelte sicherzustellen, dass die Reform 2023 in Kraft treten könne.

Steuergestaltung

Der Schaden durch "Cum-Ex"-Steuergeschäfte und ähnliche illegale Betrugssysteme ist Medien-Recherchen zufolge deutlich höher als bislang angenommen. Die Summe belaufe sich auf weltweit rund 150 Milliarden Euro, berichteten das ARD-Magazin "Panorama" (NDR) und das Recherchezentrum Correctiv am Donnerstag. Sie hätten die neue Summe gemeinsam mit 15 internationalen Medien recherchiert. Ursprünglich war man von rund 55 Milliarden Euro ausgegangen.

Steuerzinsen

Der seit 2014 für Steuernachzahlungen und Steuererstattungen geltende Zinssatz von sechs Prozent ist angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase verfassungswidrig. Dies entschieden die Karlsruher Richter des Ersten Senats in einem heute veröffentlichten Beschluss. Zudem ordnete das Bundesverfassungsgericht an, dass ein Teil der Steuerbescheide korrigiert werden muss.