Steuerpolitik

Kommentar

Weil Unbekannte im November bei Bonn einen Transporter mitsamt Prüfungen aus dem Steuerberaterexamen gestohlen haben, müssen die Prüflinge nun erneut ran. Oder sie treten - ohne eigenes Verschulden wohlgemerkt - komplett von der Prüfung zurück. Es ist allerhöchste Zeit, die Digitalisierung des Examens voranzutreiben.

Umsatzsteuergesetz

Wieder einmal prokrastiniert die öffentliche Hand die eigene Steuerpflichtigkeit und wird dafür politisch belohnt: Die Umsetzung von § 2b Umsatzsteuergesetz wird um satte zwei Jahre verschoben – auf den 1.1.2025. Schon wieder: Denn bereits 2020 ist die Scharfstellung um zwei Jahre verschoben worden. Dass zudem zwei FDP-Ministerien den Vorstoß vorantreiben, verwundert doch sehr. 

Ende einer Hängepartie

Mit Meinhard Wittwer wurde die lange vakante Position des Vizepräsidenten am Bundesfinanzhof (BFH) besetzt. Damit endet die lange – auch politische – Hängepartie um die Besetzung der Leitungspositionen am höchsten deutschen Finanzgericht.

Global Tax Expenditures Database

Vor gut anderthalb Jahren hat Dr. Christian von Haldenwang die Global Tax Expenditures Database (GTED) ins Leben gerufen, um Steuervergünstigungen von Nationalstaaten auf globaler Ebene transparenter zu machen. Im Interview mit JUVE Steuermarkt spricht der Politikwissenschaftler über die Motivation hinter der Datenbank und darüber, wieso Steuervergünstigungen zwar oft gut gemeint, aber häufig schlecht umgesetzt sind.

  Juve Plus Unter der Lupe

Die Versagung von finalen Verlusten steht der Niederlassungsfreiheit nicht entgegen, weil es bei einer DBA-Freistellung keine Vergleichbarkeit zwischen inländischen und ausländischen Betriebsstätten gibt. Dies hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem lange erwarteten Urteil entschieden (C-538/20). Viele Fragen bleiben dennoch unbeantwortet, wie Dr. Panagiotis Dodos im Gespräch mit JUVE Steuermarkt erläutert.

Jahressteuergesetz 2022

Welche Veränderungen bringt das Jahressteuergesetz 2022 mit sich? Vor allem im Kriegs- und Krisenjahr richten sich viele Augen auf das jährlich herauskommende Sammelgesetz. Viel Kritik kam nach der Bekanntmachung des Referentenentwurfs im Juli auf. Was sich im Regierungsentwurf Mitte September geändert hat und wieso der Fiskus nun die umstrittenen Registerfälle abgeschafft hat, erklärt Roland Graf, Partner der Münchner Steuer- und Rechtsboutique Peters Schönberger & Partner, im JUVE Steuermarkt-Interview.

Grundsteuererklärungen

Sechs Wochen vor Fristende ziehen Deutschlands Steuerberater eine höchst unterschiedliche Bilanz zur Grundsteuerreform. JUVE Steuermarkt hat eine Auswahl von MDP-, Next-Seven- und Big-Four-Gesellschaften zu ihren bisherigen Erfahrungen mit der umstrittenen Steuer befragt. Einig sind sich aber fast alle in zwei Dingen: Die Zeit reicht nicht und der Weg ist viel zu bürokratisch.

Energie- und Stromsteuer

Was bedeuten Strom- und Gaskrise für die Energiesteuern? Im Interview mit JUVE Steuermarkt spricht der Berliner Energiesteuerexperte Niko Liebheit von Becker Büttner Held darüber, warum sich die Politik so schwer tut und welche Herausforderungen auf Mandanten und Beratende zukommen.

Karriere im BMF

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) gilt – wie die Verwaltung insgesamt – gemeinhin als bürokratisch und nicht besonders sexy. Und viele Jahre war die Steuerabteilung des BMF für Betriebswirte ohnehin kein Thema für eine Karriere – denn das Ministerium setzte nur auf Juristen. Doch bei näherem Hinsehen entpuppt sich das BMF als erstaunlich vielfältig. Internationale Verhandlungen inklusive.

  Juve Plus Unter der Lupe

Die Reichweite des Urteils des Bundesfinanzhofs (BFH) im Klageverfahren von Mylotto24 gegen seine Umsatzsteuerfestsetzung erstreckt sich nicht nur auf Onlinelotterien. Sie betrifft generell vom EU-Ausland aus erbrachte elektronische Dienstleistungen. JUVE Steuermarkt sprach mit den Beratern von Mylotto24, Dr. Matthias Oldiges von KMLZ und Dr. Hans-Martin Grambeck von Nesemann & Grambeck.

  Juve Plus Hanno Bergers Einlassung im Cum-Ex-Prozess

„Ich habe seit dem letzten Mal intensiv nachgedacht“, so leitete Dr. Hanno Berger, das Mastermind hinter Cum-Ex, seine Einlassung vor dem Landgericht Bonn am Montag ein. Was folgte, war ein zweistündiger Bericht über seine Karriere in der Finanzverwaltung, seinen Wechsel zu Pünder, dann zu Shearman & Sterling und Dewey Ballantine, seine Zeit in der eigenen Kanzlei und letztlich ein Eingestehen mit vielen Konjunktiven: Man hätte 2009 manches erkennen können.